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Massa will möglichst schnell "ans Lenkrad des Ferrari"

Massa will möglichst schnell "ans Lenkrad des Ferrari"

São Paulo. Felipe Massa war erleichtert, wieder in seiner brasilianischen Heimat zu sein, das war ihm deutlich anzusehen. Gleich beide erhobenen Daumen reckte der Formel-1-Pilot, der beim Großen Preis von Ungarn auf dem Hungaroring (25. Juli) schwer verunglückt war, bei seiner Ankunft im renommierten Albert-Einstein-Krankenhaus in São Paulo in die Kameras. Seine Botschaft: Alles wird gut

São Paulo. Felipe Massa war erleichtert, wieder in seiner brasilianischen Heimat zu sein, das war ihm deutlich anzusehen. Gleich beide erhobenen Daumen reckte der Formel-1-Pilot, der beim Großen Preis von Ungarn auf dem Hungaroring (25. Juli) schwer verunglückt war, bei seiner Ankunft im renommierten Albert-Einstein-Krankenhaus in São Paulo in die Kameras. Seine Botschaft: Alles wird gut. Etwas wortkarg stieg der 28-Jährige nach einer rund zwölfstündigen Reise von Budapest nach Brasilien aus dem Flugzeug: "Später rede ich, jetzt muss ich mich erholen." Massa ging ganz normal und lächelte, als er das Krankenhaus betrat. Fans waren nicht erschienen, es war eine "stille Ankunft", ganz im Sinne des ruhebedürftigen Patienten.

Eigentlich erinnerte nur das geschwollene linke Auge und die große Narbe an den Horror-Crash, als der Ferrari-Pilot mit 190 Stundenkilometern frontal in einen Reifenstapel krachte. Seine Verletzungen waren gefährlich: Schädelbasisbruch und Gehirnerschütterung lautet die Diagnose. Erstaunlich, wie schnell Massa nach seinem neuntägigen Aufenthalt im Militärkrankenhaus von Budapest wieder auf den Beinen ist. Sein Ziel: So schnell wie möglich wieder "auf die Piste und ans Lenkrad des Ferrari".

Solange Massa Patient statt Pilot ist, steuert sein einstiger "Fahrlehrer" Michael Schumacher den roten Boliden. Außer für die TV-Stationen ist auch für die Organisatoren des Grand Prix in Valencia die vorübergehende Rückkehr des Super-Stars in die Formel 1 ein Geschenk des Himmels.

Der Absatz der Tickets sei seit Schumachers Ankündigung, noch einmal in sein einstiges "PS-Reich" zurückzukehren, um 50 Prozent angestiegen, teilten sie mit. Schumacher selbst gab sich auf seiner Internetseite (www.michael-schumacher.de) ein wenig verwundert über das gewaltige Echo seiner Rückkehr: "Es ist unglaublich, wie viel Zuspruch ich in diesen Tagen von überall auf der Welt erfahre. Es ist, als bräche ein Schwall positiver Energie über mich. Ein dickes Kompliment an euch alle!" dpa