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Manager füllt die Clubkasse zum Abschluss mit weiteren Millionen

Manager füllt die Clubkasse zum Abschluss mit weiteren Millionen

München. Der designierte Präsident Uli Hoeneß schlenderte nach dem letzten Spiel in seiner 30 Jahre dauernden Ära als Manager von Bayern München lächelnd durch die Allianz Arena. Die Erleichterung nach 1:0 (0:0) gegen Maccabi Haifa in der Gruppenphase der Champions League war dem 57-Jährigen anzusehen

München. Der designierte Präsident Uli Hoeneß schlenderte nach dem letzten Spiel in seiner 30 Jahre dauernden Ära als Manager von Bayern München lächelnd durch die Allianz Arena. Die Erleichterung nach 1:0 (0:0) gegen Maccabi Haifa in der Gruppenphase der Champions League war dem 57-Jährigen anzusehen. Vor dem Umbruch in der Führungsebene, der heute bei der Jahreshauptversammlung vollzogen wird - Präsident Franz Beckenbauer hört auf - hätte ein Champions-League-Aus die Stimmung beim Fußball-Bundesligisten weiter getrübt. Nach vier Spielen ohne Sieg gab es am Mittwoch aber ein Erfolgserlebnis.

Am 8. Dezember steht nun das "Gruppen-Finale" gegen Juventus Turin an, das bei Girondins Bordeaux 0:2 (0:1) verlor. "Wir waren abgeschrieben, jetzt leben wir wieder. Das ist das Schöne am Fußball, dass die Welt schnell wieder anders aussieht", sagte FCB-Kapitän Mark van Bommel. Dank Torschütze Ivica Olic und Schützenhilfe von Bordeaux - hätte Turin gewonnen, wäre München raus gewesen - kann der FCB mit einem Sieg in Turin ins Achtelfinale einziehen. "Die schwarze Serie ist hinter uns", sagte Olic optimistisch.

Einen Tag nach dem Erreichen des "Endspiels" konnte sich Hoeneß erneut freuen. 1979 bei seinem Amtsantritt hatte der Club Schulden, machte nur zwölf Millionen Mark Umsatz. Hoeneß machte die Bayern zum Rekordmeister mit Jahreserlösen von 300 Millionen Euro. Kurz vor Ende der größten Manager-Karriere im deutschen Fußball konnte der Metzgers-Sohn aus Ulm den Vertrag mit Sponsor Telekom, der jährlich bis zu 25 Millionen bringen kann, verlängern. Und zum Abschluss seiner Manager-Ära brachte er gestern den Vertrag mit Auto-Bauer Audi, der sich für 90 Millionen Euro 9,09 Prozent der Anteile an der FC Bayern AG kaufte, unter Dach und Fach. Mit dem Geld könnte die Allianz Arena früher als geplant bezahlt sein.

Bei aller Freude sorgte einer für Ärger. Luca Toni muss 25 000 Euro Strafe für Kritik an Trainer Louis van Gaal und geäußerte Wechsellust zahlen. Nachdem Toni am Mittwoch auch nicht spielen durfte, sagte Hoeneß: "Die Entschuldigung steht noch aus. Wenn das passiert, denke ich, dass es noch eine Chance gibt zwischen ihm und Louis." dpa