| 20:59 Uhr

SV Elversberg
Erster Lichtblick nach Pleiten, Pech und Carbonara

Israel Suero Fernandez (links) lässt sich von Alban Meha für seinen Treffer zum 1:0 der SVE gegen Walldorf feste drücken.
Israel Suero Fernandez (links) lässt sich von Alban Meha für seinen Treffer zum 1:0 der SVE gegen Walldorf feste drücken. FOTO: Thomas Wieck
Elversberg. Die SV Elversberg musste ihre Startelf beim 1:0 gegen Walldorf umbauen, weil sich zwei Spieler den Magen verdorben hatten. Von Heiko Lehmann

Die Erleichterung bei den Spielern und beim Trainerstab der SV Elversberg war am Mittwochabend greifbar. Sogar Stadionsprecher Norbert Wolf atmete über sein Mikrofon nach dem Schlusspfiff einmal tief durch. Die SVE, als einer der Titelfavoriten in der Regionalliga Südwest in die Saison gestartet, hat am fünften Spieltag ihr erstes Spiel gewonnen. Mit 1:0 schlug das Team von Trainer Roland Seitz den FC Astoria Walldorf.


Auch Seitz war überglücklich, schüttelte aber nach dem Spiel auch den Kopf. „Was wir in den letzten Wochen ein Pech hatten, so etwas habe ich noch nicht erlebt. Wir hatten bislang in allen Spielen viel mehr klare Torchancen als der Gegner, trafen aber immer wieder Pfosten oder Latte, auch gegen Walldorf“, sagte Seitz. Hinzu kommt, dass der SVE-Trainer am vergangenen Mittwoch einige Spieler schonen wollte, die in den vergangenen Wochen vermehrt zum Einsatz kamen. Doch es folgten am Morgen die nächsten Hiobsbotschaften. Kevin Lahn und Nils Winter meldeten sich beide mit einer Magen-Darm-Verstimmung für das Spiel ab.

Mehr als die Hälfte der Mannschaft war am Tag zuvor zusammen in Saarbrücken zum Essen. Nach Informationen der SZ aßen Winter und Lahn Spaghetti Carbonara – und klagten noch am gleichen Abend über Übelkeit. Alle anderen Spieler hatten keine Probleme mit dem Essen. „Ich weiß nicht, ob es am Essen lag. Beide haben ja auch eine WG zusammen. Wir wissen am Freitag, ob es eine ansteckende Erkrankung ist, oder ob beide wieder zur Mannschaft dazukommen können. Ich hoffe, wir haben bald alle Pech-Situationen abgedeckt“, sagte Seitz.



Etwas Glück hatte die SVE am Mittwoch zu Beginn des Spiels. Individuelle Fehler und starke Walldorfer waren der Grund dafür, dass die Gäste gleich in den ersten sechs Minuten vier Torchancen hatten. Hier sprach der Walldorfer Trainer Matthias Born von Pech und glaubte, dass sein Team am Mittwoch mindestens einen Punkt verdient gehabt hätte. Doch die Punkte blieben alle drei in Elversberg. Ein 24 Jahre alter und 1,76 Meter großer Spanier hatte Schuld daran. Israel Suero ersetzte den geschonten Sinan Tekerci auf der rechten Außenbahn und hatte in der 8. Minute seinen großen Auftritt. Mit einem flinken Haken zog der Madrilene von rechts nach innen und erzielte mit einem starken Schuss aus 16 Metern das 1:0 für die SVE. „Ein sehr wichtiges Tor für mich und die Mannschaft, Ich bin stolz, dass ich es erzielen durfte“, sagte Suero.

Der Mittelfeldspieler spielte in der Jugend von Real Madrid und kam im Sommer von Ligakonkurrent Eintracht Stadtallendorf. Der 24-Jährige spricht nur spanisch und so musste Kapitän und Argentinier Leandro Grech bei den Interviews übersetzen. „Auf dem Platz sprechen wir alle die gleiche Sprache. Aber ich möchte trotzdem Deutsch lernen, um mich besser verständigen zu können“, so Suero. In der zweiten Halbzeit folgte das bekannte Abschlusspech der SVE. Reihenweise verballerten die Spieler beste Chancen. Daran änderte auch der erste Saisoneinsatz des 19-jährigen Kai Merk nichts. Am kommenden Samstag, 14 Uhr ist die SVE zu Gast beim FSV Mainz II.