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Fußball-Regionalliga Südwest
Maek will mit dem FC Homburg vorne angreifen

Kevin Maek (Mitte) will nicht mehr mit der SV Elversberg, sondern künftig mit dem FC Homburg um den Aufstieg in die 3. Liga spielen.
Kevin Maek (Mitte) will nicht mehr mit der SV Elversberg, sondern künftig mit dem FC Homburg um den Aufstieg in die 3. Liga spielen. FOTO: Andreas Schlichter
Elversberg. Der Innenverteidiger hofft zum Abschluss auf Pokalsieg mit der SV Elversberg. Dann startet er eine neue Herausforderung. Von Heiko Lehmann

Kevin Maek wird nach Nico Zimmermann der zweite Spieler sein, der in allen drei saarländischen Profi-Fußballclubs gespielt hat. Nach zwei Jahren beim 1. FC Saarbrücken und vier Jahren bei der SV Elversberg wechselt Maek nach dieser Saison von Elversberg zum FC Homburg. Die SVE hätte den 1,92 Meter großen Innenverteidiger gerne behalten, aber der 28-Jährige entschied sich für den FCH, bei dem Maeks ehemaliger Trainer Jürgen Luginger das Sagen hat.


„Die SVE hat mir auch ein gutes Angebot gemacht, doch ich habe mich für einen Neuanfang entschieden. Ich war jetzt vier Jahre hier. Es wird Zeit für etwas Neues“, sagt Maek, der damit seinen Wechsel genauso argumentiert wie Florian Bichler, den es zu EX-SVE-Trainer Karsten Neitzel und Rot-Weiss Essen zieht, und Moritz Göttel (zum TSV Steinbach).

Maek verpasste mit der SVE in der Relegation zwei Mal knapp den Aufstieg in die 3. Liga und erlebte in dieser Saison die „interessanteste“ Spielzeit seiner Karriere. „In dieser Saison ist neben dem Platz extrem viel passiert, und wir haben auf dem Platz im Prinzip nie zu unserem Spiel gefunden. Die ersten fünf Spiele ohne Sieg haben uns das Genick gebrochen. Wir sind danach zwar drei Mal ein bisschen rangekommen, aber festsetzen konnten wir uns ganz vorne nie“, blickt Maek auf die letzten Monate zurück.



In der kommenden Saison möchte sich der torgefährliche Innenverteidiger mit dem FC Homburg vorne in der Tabelle festsetzen. Der FCH hat neben Maek auch den Leistungsträger des SV Waldhof Mannheim, Daniel di Gregorio, unter Vertrag genommen. „Ich wäre nicht zu einem Verein gewechselt, der in der Liga nur im Mittelfeld mitspielen möchte. Ich will vorne angreifen. Und ich denke, der FC Homburg will das auch“, sagt Maek.

Mit 29 Jahren biegt der Berliner allmählich auf die Zielgerade seiner Profikarriere ein. Im Saarland fühlt sich seine Familie wohl. „Wir haben uns hier prima eingelebt und viele Leute kennengelernt. Uns gefällt es hier. Trotzdem wird irgendwann der Abschied kommen“, sagt der Bald-Homburger. Hintergrund: Maeks Mutter hat in Berlin ein großes Reha-Zentrum. Maek soll später einmal der Leiter des Zentrums werden. „Ich werde ab kommender Saison mit einem Fernstudium in den Bereichen Wirtschaft und Gesundheit beginnen. Doch bis der neue Lebensabschnitt beginnt, dauert es noch ein paar Jährchen“, sagt er.

In dieser Saison möchte Maek mit der SV Elversberg noch den Saarlandpokal gewinnen und den Fans in der Liga eine ordentliche Leistung bieten. Dazu hat die SVE heute die nächste Gelegenheit. Um 19 Uhr empfängt die Truppe von Trainer Roland Seitz den VfR Wormatia Worms. Seitz ist im Übrigen nicht sauer, dass Maek des Verein verlässt. „Wir hätten ihn gerne behalten, aber er ist jetzt auch schon vier Jahre bei uns. Wenn er eine neue Herausforderung möchte, kann ich das absolut nachvollziehen. Wir akzeptieren das“, sagt Seitz, der heute auf Linksverteidiger Moritz Koch (Gehirnerschütterung) verzichten muss.

Nach fünf Unentschieden in Folge und nur zwei Siegen im Jahr 2018 möchte die SV Elversberg im vorletzten Heimspiel der Saison unbedingt mal wieder einen Dreier einfahren. Dazu bedarf es aber einer deutlichen Leistungssteigerung im Vergleich zu den vergangenen Auftritten, etwa am Dienstag (1:1 gegen den TSV Steinbach), bei denen die Fans teilweise schon ihren Unmut lautstark äußerten.