Lukas Podolski will endlich auch sportlich ankommen

München. Ein entschlossener Lukas Podolski will nach seinem kurzen EM-Urlaub keinen Gedanken mehr an einen Vereinswechsel verschwenden und beim FC Bayern München unter seinem neuen Trainer wie schon in der Nationalmannschaft auftrumpfen. "Ich hatte ein Gespräch mit Jürgen Klinsmann, das war sehr positiv

 Gut gelaunt wie bei der EM: Bayern-Stürmer Lukas Podolski flachst mit Willy Sagnol. Foto: dpa

Gut gelaunt wie bei der EM: Bayern-Stürmer Lukas Podolski flachst mit Willy Sagnol. Foto: dpa

München. Ein entschlossener Lukas Podolski will nach seinem kurzen EM-Urlaub keinen Gedanken mehr an einen Vereinswechsel verschwenden und beim FC Bayern München unter seinem neuen Trainer wie schon in der Nationalmannschaft auftrumpfen. "Ich hatte ein Gespräch mit Jürgen Klinsmann, das war sehr positiv. Jetzt konzentriere ich mich auf die neue Saison", sagte der 23-Jährige am Montag in München und setzte sich nach dem neuen Bayern-Bekenntnis hohe Ziele: "Titel gewinnen und dass jeder seine Spiele bekommt."

Gleich nach seiner Rückkehr aus den Ferien hatte sich Klinsmann zur Unterredung mit einem seiner Ziehkinder aus zwei Jahren Nationalmannschaft zusammengesetzt. "Das Gespräch hat gut getan", gestand Podolski. Natürlich habe er sich nach einer nicht zufriedenstellenden Saison Gedanken über die Zukunft gemacht, gab Podolski zu. Doch nach 16 Tagen Kurzurlaub in Polen und Köln nach dem EM-Finale ist damit endgültig Schluss. Podolski will "auf jeden Fall" in der in dreieinhalb Wochen beginnenden Saison das Bayern-Trikot tragen. Sein Trainer setzt dabei große Stücke auf ihn. "Um international zu bestehen, brauchen wir mindestens drei Topstürmer - und Lukas ist einer von den Dreien", betonte der Bayern-Coach im vereinseigenen "FCB.tv".

Klinsmann verriet Inhalte von dem Vier-Augen-Gespräch mit dem 54-maligen Nationalstürmer und machte ihm dabei Mut für die neue Saison, in der dieser sich gegen die Konkurrenz Luca Toni/Miroslav Klose behaupten muss. "Ich habe ihm das bestätigt, was ich ihm schon vor der EM gesagt habe: Dass er nach wie vor in der Entwicklung steckt, dass er viel Talent hat, dass er in seinen jungen Jahren schon viel geleistet hat - aber auch, dass noch einige Schritte auf ihn zukommen, um noch besser zu werden. Dabei möchte und werde ich ihm helfen", erklärte der Trainer.

Der bis 2010 vertraglich gebundene Stürmer will in seinem dritten Bayern-Jahr mit dem EM-Schwung endlich auch im Club durchstarten. Selten konnte der Ex-Kölner seine Nationalelf-Leistungen im Verein abrufen. Mit den Klinsmann-Methoden soll das endlich gelingen. "Das System mit den Amerikanern kenne ich schon aus der Nationalmannschaft. Daher fällt es etwas leichter", erklärte Podolski und zeigte sich voller Vorfreude auf die neue Saison. "Champions League ist auf jeden Fall besser, als im Uefa-Cup in die Dörfer zu fahren", sagte der Angreifer, der sich heute um 15.30 Uhr mit seinen Teamkollegen in der Allianz Arena zur Saisoneröffnung zeigt.

In den heimischen vier Wänden hat er die Zufriedenheit schon gefunden. "Ich habe mich nicht richtig wohl gefühlt in München, aber mit der Geburt meines Sohnes ist es um ein Vielfaches besser geworden", betonte der Jung-Vater, dessen Filius Louis im April zur Welt kam. dpa