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Luginger packt die Spieler bei der Ehre

FC Homburg : Luginger packt die Spieler bei der Ehre

Der FC Homburg muss im Kampf um den Ligaverbleib die letzten beiden Saisonspiele gewinnen. Das erste davon steigt morgen zuhause gegen Pirmasens.

Aus eigener Kraft kann der FC Homburg den Klassenverbleib in der Fußball-Regionalliga Südwest nicht mehr schaffen. Aber die Hoffnung, durch Patzer der Konkurrenz oder einen freiwilligen Rückzug eines anderen Vereins aus finanziellen Gründen den Abstieg doch noch vermeiden zu können, ist bei den Grün-Weißen noch lebendig. Ein Fragezeichen steht zum Beispiel noch hinter dem KSV Hessen Kassel, der in schweren finanziellen Problemen steckt.

Damit die Hoffnung weiter leben kann, muss der FCH in den letzten beiden Saisonspielen zunächst selbst seine "Hausaufgaben machen", wie Trainer Jürgen Luginger sagt. Flügelspieler Marc Gallego sagt: "Es kommt jetzt nur noch darauf an, dass wir sechs Punkte einfahren."

Der Kampf um den ersten Dreier steht am morgigen Samstag um 14 Uhr im heimischen Waldstadion gegen den direkten Konkurrenten FK Pirmasens auf dem Programm. Der FKP steht auf Rang 15 einen Platz und zwei Punkte hinter dem FCH, der den ersten möglichen Abstiegsplatz 14 belegt. Mit einem Sieg gegen Pirmasens könnten die Grün-Weißen die einen Punkt besseren Stuttgarter Kickers vom ersten sicheren Platz 13 verdrängen - wenn diese zeitgleich gegen Eintracht Trier nicht über ein Remis hinauskommen. Zum Abschluss muss der FCH zum Tabellen-Vorletzten SC Teutonia Watzenborn-Steinberg.

"Wer in der Klasse bleiben will, muss so einen Gegner schlagen", stellt Luginger klar. Der Trainer packt die gegenüber der FKP mit deutlich größerem Etat ausgestattete Mannschaft des FCH bei der Ehre: "Ich glaube, dass wir eine größere Qualität in der Mannschaft haben. Aber vor allem müssen die Grundsätzlichkeiten Einsatz und Wille stimmen."

Luginger ist optimistisch, dass die Mannschaft im für sie unerwarteten Abstiegskampf gegen die Konkurrenz bestehen kann. "Die Gegner kennen sich im Abstiegskampf aus. Aber wir haben auch schon gesehen, dass die Mannschaft verstanden hat, um was es geht. Wir haben das Spiel in Worms gedreht (1:1 nach 0:1, die Red.) und zuhause gegen Walldorf (2:1 nach 0:1). Jetzt sind erfahrene Spieler gefragt, die voran gehen", sagt Luginger. Gallego, mit 31 Jahren einer der Erfahrensten im Aufgebot, lebt den Glauben an die Rettung vor: "Ich habe mich mit dem Gedanken ,Was wäre wenn' noch nicht beschäftigt. Ich bin zu 100 Prozent überzeugt, dass wir am letzten Spieltag über dem Strich stehen werden."

Wo dieser Strich genau verlaufen wird, wird sich erst nach der Saison entscheiden. Stand jetzt steigen mit FSV Mainz 05 II und dem FSV Frankfurt zwei Südwest-Vereine aus der 3. Liga ab. Das bedeutet, dass zu den drei sicheren Absteigern in der Regionalliga zwei weitere hinzukommen. Schafft dazu nur einer der beiden Relegations-Teilnehmer (Waldhof Mannheim und SV Elversberg) den Sprung in die 3. Liga nicht, würde die maximal mögliche Zahl von sechs Mannschaften aus der Regionalliga absteigen.

Zum Thema:

Der FC Homburg hat ein Spendenkonto für Thierry Steimetz eingerichtet. Der Stürmer, der noch bis zum vergangenen Winter für den FCH auf Torejagd gegangen war, ist an Krebs erkrankt. Um die Heilungschancen zu verbessern, musste dem 33-jährigen Franzosen vor zwei Wochen der Unterschenkel amputiert werden. "Thierry soll sich jetzt voll auf seine Genesung konzentrieren und sich nicht noch Sorgen um die finanzielle Absicherung seiner Familie machen müssen", sagt FCH-Sportvorstand Angelo Vaccaro. Der Verein versichert, dass jede Spende zu 100 Prozent an den Spieler weitergeleitet wird. Spenden sind auf folgendes Konto möglich: Kontoinhaber: FC 08 Homburg-Saar e.V. IBAN: DE33 5929 1200 2019 080 008 BIC: GENODE51BEX Volks- und Raiffeisenbank Saarpfalz eG