| 20:40 Uhr

LSVS-Finanzskandal
LSVS will bis April einen Haushalt verabschieden

LSVS-Präsident Klaus Meiser hat seinen Verzicht auf eine weitere Kandidatur erklärt.
LSVS-Präsident Klaus Meiser hat seinen Verzicht auf eine weitere Kandidatur erklärt. FOTO: BeckerBredel
Saarbrücken. Wenn in diesem Jahr auf der Mitgliederversammlung des Landessportverbandes für das Saarland (LSVS) die Wahlen des Präsidiums auf dem Plan stehen, dann wird es ein neues Gesicht an der Spitze des LSVS geben. LSVS-Präsident Klaus Meiser wird nicht mehr für eine weitere Amtszeit kandidieren. Das bestätigte der 63-Jährige gestern erneut unserer Zeitung. Meiser hatte 2014 das Amt von Gerd Meyer übernommen und war 2015 für drei weitere Jahre gewählt worden. Von Mark Weishaupt
Mark Weishaupt

Ursprünglich sollte der LSVS im September zu seiner nächsten Mitgliederversammlung zusammenkommen. Im Rahmen der Aufarbeitung des Finanzskandals beim LSVS, der ein mutmaßliches Finanzloch in Höhe von fünf Millionen Euro zu beklagen hat, mehren sich aber Stimmen von Politikern und Sportfunktionären, die eine vorgezogene Neuwahl fordern. So hatte das mittlerweile wegen des Finanzskandals zurückgetretene LSVS-Präsidiumsmitglied Eugen Roth gesagt, dass ein Warten bis zum September „dem Saarsport insgesamt schadet und ihn auch zu lange lähmt“. Roth regte an, die Mitgliederversammlung „auf einen baldmöglichen Zeitpunkt“ vorzuziehen.


Am Donnerstag, 1. März, findet die nächste Gesamtvorstandssitzung des LSVS statt. Dort wird das LSVS-Präsidium die Präsidenten der Sportfachverbände über den Stand der LSVS-Finanzen informieren. Erklärtes Ziel laut Meiser sei es, bis zum April einen Haushaltsplan für das laufende Jahr aufzustellen.