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LSVS-Finanzskandal
LSVS wieder im Innenausschuss

Die Landtagsfraktion der Linken stellte zwei Anträge, bei beiden geht es um die „Zweckbestimmung und Verwendung“ des so genannten „Verstärkungsfonds Sport und Kultur“ von Saartoto.
Die Landtagsfraktion der Linken stellte zwei Anträge, bei beiden geht es um die „Zweckbestimmung und Verwendung“ des so genannten „Verstärkungsfonds Sport und Kultur“ von Saartoto. FOTO: Robby Lorenz
Saarbrücken. Neueste Entwicklungen des Finanzskandals beschäftigen erneut die Saar-Politik. Stefan Regel
Stefan Regel

Am kommenden Donnerstag tagt im saarländischen Landtag um 13.30 Uhr der Ausschuss für Inneres und Sport. Dabei kommen einige brisante Themen auf den Tisch. Die Landtagsfraktion der Linken stellte zwei Anträge, bei beiden geht es um die „Zweckbestimmung und Verwendung“ des so genannten „Verstärkungsfonds Sport und Kultur“ von Saartoto. Öffentlich angehört werden sollen dann auch Karin Becker und André Forsch, die beiden Geschäftsführer des wegen eines Finanzskandals unter Beschuss stehenden Landessportverbandes für das Saarland (LSVS). Der hatte am Donnerstag für eine erneute Negativ-Überraschung gesorgt, als bei einer Vorstandssitzung die Präsidenten der Fachverbände informiert wurden, dass sie bereits im laufenden Jahr mit zehn Prozent weniger Einnahmen im Haushalt planen sollen. Der LSVS muss bis zu zwei Millionen Euro zusätzlich sparen.


Der Linke-Landtagsabgeordnete Dennis Lander, selbst Mitglied des Innenausschusses, sieht das Versäumnis beim LSVS-Skandal auch bei der Landesregierung. „Auch, weil man im Innenministerium über Jahre weggeschaut“ habe, sei das Problem „nun so groß, dass die Sportförderung zurückgefahren werden muss“, wird Lander in einer Pressemitteilung zitiert. Noch Anfang Januar habe der LSVS bei der Anhörung im Innenausschuss erklärt, dass die Zuschüsse an die Fachverbände für 2018 sichergestellt seien.

Die AfD-Landtagsfraktion beantragte zwei Berichte der Landesregierung über die Rückgabe der deutschen Hallenradsport-Meisterschaften durch den Saarländischen Radfahrerbund (SRB) und über die Auswirkungen der LSVS-Krise „auf die Sportverbände in finanzieller und organisatorischer Hinsicht“.