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Fußball-Regionalliga Südwest
Lottner tritt in die Fußstapfen von Vizepräsident Ferner

FCS-Trainer Dirk Lottner darf sich über den Titelgewinn freuen.
FCS-Trainer Dirk Lottner darf sich über den Titelgewinn freuen. FOTO: Andreas Schlichter
Saarbrücken. 1. FC Saarbrücken nach Sieg bei Schott Mainz Meister. Von Patric Cordier

Eine Woche nach dem Erreichen der Aufstiegsspiele am 24. und 27. Mai gegen 1860 München sicherte sich der 1. FC Saarbrücken am Samstag mit einem 3:1 (1:0)-Erfolg bei Absteiger Schott Mainz auch den Titel in der Fußball-Regionalliga Südwest. Trainer Dirk Lottner tritt damit in die Fußstapfen einer lebenden Vereins-Legende. „Letzter Meistertrainer? Das kann nur Dieter Ferner gewesen sein“, sagte Lottner. Der heutige Vizepräsident holte 2010 die Regionalliga-Meisterschaft und stieg damals direkt in die 3. Liga auf. Das muss Lottner noch schaffen.


Um für dieses Ziel möglichst alle Spieler im besten körperlichen Zustand zur Verfügung zu haben, rotierte Lottner in Mainz kräftig durch. Auf acht Positionen änderte er die Startformation – Daniel Batz und Markus Mendler gehörten nicht einmal zum Kader. Davon profitierte Sebastian Jacob. Er war der überragende Spieler auf dem Feld. „Es ist der erste Titel für mich seit der B-Jugend“, freute sich der Saarlouiser.

Fanol Perdedaj brachte den FCS vor 1008 Zuschauern mit 1:0 in Führung (9. Minute). 25 Minuten später war für den Winter-Neuzugang nach dem zweiten Foulspiel und der daraus resultierenden Gelb-Roten Karte die Partie zu Ende. Saarbrücken kontrollierte aber weiter das Geschehen. Alexandre Mendy erhöhte nach der Pause nach einem Freistoß des starken Martin Dausch auf 2:0 (56.). Der Anschlusstreffer der Mainzer durch Janek Ripplinger (57.) war nur ein kurzer Konzentrationsfehler. Der gerade eingewechselte Tobias Jänicke stellte mit seinem Treffer den 3:1-Endstand her (74.).



„Ich bin mit der Leistung der Mannschaft und der Art, wie wir gespielt haben, sehr zufrieden“, sagte Lottner. Der Meisterjubel der Mannschaft und der 700 mitgereisten Fans fiel aber verhalten aus. Alle wissen, dass ein Titel ohne Aufstieg nur eine Randnotiz in der Vereinschronik ist.