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Losglück für die Bayern

Losglück für die Bayern

Nyon. Losglück für die Bayern, spanische Nächte für Schalke 04 und Hannover 96: Im Europapokal-Viertelfinale haben die Münchner Titeljäger unter den drei Fußball-Bundesligisten wohl die besten Chancen. Der FC Bayern erwischte auf dem Weg Richtung Heim-Endspiel in der Champions League Olympique Marseille als Gegner, erst im Halbfinale droht Real Madrid

Nyon. Losglück für die Bayern, spanische Nächte für Schalke 04 und Hannover 96: Im Europapokal-Viertelfinale haben die Münchner Titeljäger unter den drei Fußball-Bundesligisten wohl die besten Chancen. Der FC Bayern erwischte auf dem Weg Richtung Heim-Endspiel in der Champions League Olympique Marseille als Gegner, erst im Halbfinale droht Real Madrid. Dagegen bescherte die Auslosung am Freitag in Nyon dem FC Schalke den Manchester-United-Bezwinger Athletic Bilbao als nächsten Rivalen in der Europa League. Hannover 96 bekommt es dort mit Atlético Madrid zu tun."Oh, das ist Champions League", meinte Bayern-Star Franck Ribéry, als er von den Kontrahenten für Schalke und Hannover erfuhr. Für den Franzosen wird das Gastspiel in Marseille am 28. März zur Reise in die Vergangenheit. Zwei Jahre spielte er für Olympique. "Das wird nicht einfach, aber wir haben alle Möglichkeiten", meinte Ribéry. "Eine gefährliche Mannschaft", befand Kapitän Philipp Lahm. Marseille hatte in der Gruppenphase durch zwei Siege mit für das Scheitern des deutschen Meisters Borussia Dortmund gesorgt. Im Achtelfinale schaltete der neunmalige französische Meister Inter Mailand aus. "Wir sind gewarnt durch die guten Ergebnisse. Wir versuchen, dass wir schon in Marseille ein gutes Ergebnis erzielen", sagte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Im Rückspiel am 3. April haben die Münchner Heimrecht gegen den Champions-League-Sieger von 1993. Bei einem Weiterkommen geht es gegen den Sieger des Duells APOEL Nikosia gegen Real Madrid. Titelverteidiger FC Barcelona, der im Top-Duell des Viertelfinals auf den AC Mailand trifft, könnte den Bayern erst im Finale in der eigenen Arena am 19. Mai begegnen. "Wir haben Ziele, wir wollen Titel gewinnen, aber es ist noch ein weiter Weg", betonte Lahm.

Schwer wird es auch für die Schalker nach dem 4:1-Kraftakt gegen Twente Enschede am Donnerstagabend. Bilbao, in der spanischen Primera División derzeit Tabellensiebter, hat mit den zwei Siegen gegen Manchester United seine Klasse nachgewiesen. "Ein hartes Los", bekannte Manager Horst Heldt. Zudem müssen die Königsblauen am 29. März zuerst daheim vorlegen, im Rückspiel am 5. April hat Athletic Heimrecht. "Der Heimvorteil spielt nur eine Rolle, wenn es in die Verlängerung geht", urteilte Trainer Huub Stevens jedoch.

Als klarer Außenseiter sieht sich Hannover. Zum ersten Mal stehen die Niedersachsen im Viertelfinale eines europäischen Wettbewerbs, dank der 4:0-Gala gegen Standard Lüttich am Donnerstag. Atlético Madrid aber ist ein anderes Kaliber als die Belgier. "Wir dürfen mit Mut nach Madrid fahren. Wir werden nicht ehrfürchtig auftreten", versprach 96-Trainer Mirko Slomka.

Spielpläne

Champions League:

Viertelfinale (Hinspiele 27./28. März - Rückspiele 3./4. April):

APOEL Nikosia - Real Madrid

Olympique Marseille - Bayern München

Benfica Lissabon - FC Chelsea

AC Mailand - FC Barcelona

Halbfinale (Hinspiele 17./18. April - Rückspiele 24./25. April):

Marseille/München - Nikosia/R. Madrid

B. Lissabon/Chelsea - Mailand/Barcelona

Finale:

19. Mai (20.45 Uhr) in München

Europa League:

Viertelfinale (Hinspiele: 29. März - Rückspiele: 5. April):

AZ Alkmaar - FC Valencia

FC Schalke 04 - Athletic Bilbao

Sporting Lissabon - Metalist Charkow

Atlético Madrid - Hannover 96

Halbfinale (Hinspiele: 19. April - Rückspiele 26. April):

A. Madrid/Hannover - Alkmaar/Valencia

Sp. Lissabon/Charkow - Schalke/Bilbao

Finale:

9. Mai (20.45 Uhr) in Bukarest