Lokal-Derby mit dem SV 64 Zweibrücken kassieren die Handballfreunde Illtal eine ordentliche Klatsche.

Handball-Oberliga : Eine derbe Derbyklatsche

Im Lokal-Derby mit dem SV 64 Zweibrücken kassieren die Handballfreunde Illtal eine 17:35-Klatsche. In den Saar-Derbys wollen die Zebras wieder punkten.

Noch Minuten nach dem Anwurf strömten handballbegeisterte Anhänger in die Westpfalzhalle in Zweibrücken, wo am Samstagabend das Spitzenspiel der Handball-Oberliga zwischen dem SV 64 Zweibrücken und den Handballfreunden Illtal stattfand. Insgesamt 650 Zuschauer wollten wissen, ob der Tabellenführer aus der Rosenstadt seine makellose Bilanz aufrechthalten kann – oder ob der Herausforderer aus dem Herzen des Saarlandes in der Lage sein würde, den Lauf der Löwen zu bremsen.

Doch besonders für die Anhänger der Handballfreunde, die in die Westpfalz gereist waren, um ihre Mannschaft zu unterstützen, wurde es ein Spiel zum Vergessen. Anfänglich nicht, auch wenn sich der SV auf 3:1 absetzen konnte. Es machte besonders Rückraumspieler Philipp Kockler auf sich aufmerksam, der doppelt von der Siebenmeterlinie traf und, obwohl vorerst nur in der Abwehr eingeplant, zwei weitere Tore auflegen konnte. Sein vierter Treffer zum 7:6 (17. Minute) markierte die erste Führung für die Gäste – und gleichzeitig die letzte. Denn von da an lief bei ihnen rein gar nichts mehr zusammen. Obwohl Zweibrücken gleich zweifach in Unterzahl spielen musste. Zwei verworfene Chancen von Jonas Guther (Rechtsaußen), eine von Christoph Holz (linker Rückraum) und Kocklers erster vergebener Strafwurf leiteten den Anfang vom Ende ein. Statt mit einer kleinen Führung das Überzahlspiel zu beenden – Zweibrückens Linksaußen Benjamin Zellmer war ohnehin aufgrund einer fragwürdigen Entscheidung auf die Bank geschickt worden – lag Illtal mit 7:10 zurück. Und es sollte nicht besser werden.

„Wir sind ganz gut in das Spiel gekommen, haben aber vorne zu viele Fehler gemacht, zu viele Bälle verworfen. Dann haben sie einfach eine riesen Qualität im Spiel nach vorne. Aus jedem Fehler haben sie direkt ein Tor gemacht“, fasste Pascal Meisberger, Kapitän der Handballfreunde, zusammen. Die 3:2:1-Abwehr der Löwen stellte Illtal vor große Probleme, dahinter agierte Marko Ivankovic im Zweibrücker Kasten glänzend. Der nächste Illtaler Treffer gelang Spielmacher Tim Groß erst nach fast 20 Minuten (!) Torflaute. Illtal war da bereits mit 8:17-Rückstand abgeschlagen, das Spiel entschieden. Am Ende kassierte Illtal eine 17:35-Klatsche. „Das war die erste richtig schlechte Leistung. Dass es so deutlich ist, ist ganz bitter und auch in gewisser Wiese peinlich. Wir haben lange kein Spiel mehr in der Höhe verloren“, urteilte Meisberger, dessen Blick aber bereits nach vorne geht. „Wir haben zwei Derbys jetzt. Da müssen wir Leistung bringen.“

Am kommenden Samstag spielt Illtal (Platz 5) bei Aufsteiger und Schlusslicht HC Dillingen/Diefflen. Los geht’s um 19.30 Uhr in der Sporthalle Diefflen.

hf illtal.de

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