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Lohrbach und Henne wollen zur HG

Saarlouis. Am Samstag steigt die große Aufstiegs-Party der HG Saarlouis. Am Rande des letzten Regionalliga-Spiels gegen den TV Groß-Umstadt (19.30 Uhr, Stadtgartenhalle) werden die Titelgewinne der ersten Mannschaft, die in die 2. Bundesliga aufsteigt, und der zweiten Mannschaft, die kommende Saison in der RPS-Oberliga spielen wird, gefeiert

Saarlouis. Am Samstag steigt die große Aufstiegs-Party der HG Saarlouis. Am Rande des letzten Regionalliga-Spiels gegen den TV Groß-Umstadt (19.30 Uhr, Stadtgartenhalle) werden die Titelgewinne der ersten Mannschaft, die in die 2. Bundesliga aufsteigt, und der zweiten Mannschaft, die kommende Saison in der RPS-Oberliga spielen wird, gefeiert.


Doch trotz des nun feststehenden Doppel-Aufstiegs gibt es keinerlei Aussagen des Vereins zum Thema Neuverpflichtungen. "Solange nichts feststeht, wird es keine offizielle Stellungnahme der HG Saarlouis geben", sagt Pressesprecher Peter Wagner. Und der Vorsitzende Richard Jungmann reagiert eher gereizt, wenn es um neue Spieler oder um den neuen Trainer, der das Interims-Duo Danijel Grgic/Daniel Altmeyer ablösen soll, geht: "Jetzt werden wir am Samstag erst einmal mit unseren Fans feiern. Und währenddessen möchten wir in aller Ruhe, unserem Etat entsprechend, Spielerverpflichtungen tätigen. Und bevor dort nichts klar ist, werden wir ganz sicher nichts kommentieren."

Dass dabei der 19-jährige André Lohrbach (Foto: SZ) von der SVH Kassel weiter auf der Liste ganz oben steht, scheint klar zu sein. Linksaußen Lohrbach hat der SZ das beidseitige Interesse an einer Zusammenarbeit bestätigt. Torhüter Marco Henne (22, Foto: SZ) von der HR Ortenau, die sich aus finanziellen Gründen aus der 2. Liga zurückzieht, bestätigt den Kontakt zur HG ebenfalls. "Ich würde kommende Saison sehr gerne in Saarlouis spielen", sagt Henne auf Anfrage der SZ.

Die Lücke, die der scheidende Peter Vozar im rechten Rückraum hinterlässt, könnte zumindest teilweise von Jakub Balaz (SGH St. Ingbert) geschlossen werden. Bei Vozar selbst steht, auch eine Woche nachdem sein Abschied zum Saisonende bekannt wurde, noch nicht fest, wohin sein Weg geht - die Entscheidung dürfte allerdings in Kürze fallen.

Die parallel laufende Trainersuche dauert dagegen noch an. Eine Bekanntgabe vor dem Spiel am Samstagabend gegen Groß-Umstadt scheint unwahrscheinlich. Der Kandidatenkreis soll sich auf zwei - laut Vorsitzendem Jungmann "vielleicht drei" - reduziert haben. Die Verhandlungen gestalten sich anscheinend auch aufgrund der geografischen Lage als nicht einfach, da "wir nun einmal in einer Randlage in Deutschland sind", wie Jungmann es nennt. Das bestätigt zwar, dass die HGS, wie schon vor zwei Wochen von Präsident Arnulf Willkomm angedeutet, auf der Suche nach einem Trainer aus Deutschland ist, zeigt aber auch eines der Probleme auf: Nach sechs Jahren ohne Bundesliga-Handball muss sich das Saarland seinen Platz auf der Handball-Landkarte erst einmal zurückerobern. jbö