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Lob gibt's nicht für alle Neuzugänge

Lob gibt's nicht für alle Neuzugänge

Manuel Fischer will nach seinem ersten Tor für den FC Homburg auch heute gegen Waldhof Mannheim überzeugen. Fischer war einer der Topneuzugänge im Sommer. Von denen haben bislang fast alle überzeugt.

Zum Jahresabschluss der Fußball-Regionalliga erwartet den FC Homburg nochmal ein Höhepunkt. Wenn gegen den SV Waldhof Mannheim heute um 20.15 Uhr im Homburger Waldstadion das letzte Spiel in 2016 angepfiffen wird, ist der TV-Sender Sport1 live dabei. Um die Ränge des Waldstadion fernsehtauglich zu füllen, hat der FCH die Preise für Tribünenkarten auf zehn und für Stehplatzkarten auf fünf Euro gesenkt und schenkt jedem Besucher zusätzlich eine Wurst und ein Getränk. "Wir können jeden einzelnen Fan, der uns anfeuert, gut gebrauchen", weiß Defensivspieler Marco Gaiser nach dem 0:2 im Hinspiel in Mannheim um die Schwere der Aufgabe.

Lensch und Jakusch überzeugen

Auch wenn es "nicht meine Lieblingsposition" ist, wie Gaiser sagt, muss er wohl erneut in der Innenverteidigung aushelfen, wo neben Nils Fischer (Meniskusriss) auch Jure Colak (Bänderzerrung) weiter fehlt. Seit seinem Wechsel vom TSV Steinbach vor der Saison hat sich Colak zu einer Stütze in der Abwehr entwickelt. "Jure hat sich nach anfänglichen Problemen bei uns sehr gut stabilisiert", lobt Trainer Jens Kiefer seinen Verteidiger.

Lob hat er auch für weitere Neuzugänge. "Drei oder vier haben sich mit guten Leistungen Stammplätze erarbeitet", sagt Kiefer. Dazu gehört neben Colak auch Christian Lensch. Der ehemalige Lauterer hat sich mit seinem Einsatzwillen und seiner Lauffreude zu einem Publikumsliebling entwickelt. Kiefer attestiert ihm "eine absolut positive Entwicklung". Auch Niklas Jakusch weiß seit seinem Wechsel von Holstein Kiel in Homburg zu überzeugen und ist die unangefochtene Nummer eins im Tor des FCH. Einzig bei der 0:1-Niederlage beim VfB Stuttgart II, als er den Weitschuss zum entscheidenden Tor nicht parieren konnte, leistete er sich einen echten Patzer. "Abgesehen von dem Ausrutscher in Stuttgart hat Jakusch eine sehr gute Hinrunde gespielt", findet der Trainer auch für seinen Torwart lobende Worte.

Bei den Stürmern Manuel Fischer und Konsuke Kinoshita ist dagegen noch kein abschließendes Urteil möglich. Fischer, früherer Torschützenkönig der U17-Europameisterschaft, brauchte sehr lange, um sich von seinem Kreuzbandriss, den er schon im Januar erlitten hatte, zu erholen. Den zum 1. FC Saarbrücken abgewanderten Toptorjäger Patrick Schmidt konnte Fischer bislang nicht gleichwertig ersetzen. Allerdings ist nicht nur wegen seines ersten Tores im Homburger Trikot beim jüngsten 3:0-Auswärtssieg bei den Stuttgarter Kickers ein deutlicher Aufwärtstrend erkennbar. Das ist auch Kiefer nicht entgangen: "Manuel ist bislang kaum zu bewerten. Aber ich bin überzeugt, dass er uns vorne weiterhelfen wird. Das hat man schon gesehen", sagt der Trainer.

Ähnliches gilt für den Japaner Kinoshita, der erst im Oktober zum FCH gestoßen ist und in den wenigen Spielen seither seine Klasse nur andeuten konnte. Für beide stehen die Chancen gut, heute von Beginn an ihre Qualitäten unter Beweis stellen zu können, da mit Thierry Steimetz (Unterschenkelprobleme) und Kapitän Kai Hesse (Daumenbruch) zwei Stürmer ausfallen.

"Das war bisher zu wenig"

Weniger positiv sieht die Entwicklung bei Randy Edwini-Bonsu aus. Der Offensivmann, der bei Eintracht Braunschweig schon in der 2. Bundesliga gespielt hat, kommt in Homburg fast gar nicht zum Zug - trotz der Ausfälle vorne. "Das war bisher zu wenig. Da muss mehr kommen", macht Kiefer eine klare Ansage.

Über die fußballerische Qualität von Faiz Gbadamassi ist dagegen fast noch gar nichts bekannt. Nachdem der Verteidiger bei seiner Ankunft in Homburg gerade einen Sehnenriss überstanden hatte, erlitt er wenig später einen Muskelfaserriss, der bis heute keinen Einsatz zugelassen hat.