Lob für Trainer Steffen, SV Elversberg spielt beim SV Waldhof Mannheim

Elversberg spielt bei Waldhof Mannheim : SVE will bestes Team der Rückrunde werden

Elversberg tritt am Samstag bei Regionalliga-Meister Mannheim an. Lob für Spieler und Trainer Steffen.

„Horst Steffen, du bist der beste Mann!“ So sangen die Fans der SV Elversberg am vergangenen Mittwoch nach dem 6:0-Erfolg im Halbfinale des Saarlandpokals gegen Borussia Neunkirchen. Lobeshymnen der Anhänger für den Trainer hat man in Elversberg schon sehr lange nicht mehr gehört.

„Das fühlt sich natürlich gut an, das gebe ich zu. Allerdings gebe ich das alles weiter an die Jungs, denn die sind schließlich dafür verantwortlich. Ohne die geht es nicht“, sagt Steffen und meint damit seine Mannschaft. Der 50-Jährige hat die Elversberger Regionalliga-Truppe seit seinem Amtsantritt Ende Oktober 2018 komplett umgekrempelt. Mit zwölf Siegen und nur drei Niederlagen ist die SVE mit 33 Punkten das zweitbeste Rückrundenteam der Liga. Nur der SV Waldhof Mannheim ist mit 38 Zählern besser. Die Mannheimer haben in der gesamten Saison erst zwei Niederlagen kassiert. Die letzte am 6. Oktober gegen die Offenbacher Kickers (1:3).

An diesem Samstag um 14 Uhr kommt es im Mannheimer Carl-Benz-Stadion zum Rückrunden-Gipfeltreffen. „Das ist eine tolle Motivation für uns. Wir spielen gegen den Meister und wollen die zweitbeste Rückrunden-Mannschaft bleiben. Vielleicht können wir die beste werden“, sagt Steffen.

Ein Blick auf die Statistik lässt aber nichts Gutes erahnen. Im Aufstiegsjahr 2012 hat die SVE das letzte Mal in Mannheim gewonnen (3:1). Danach gab es nur Niederlagen, kein geschossenes Tor und zudem meist unterirdische Leistungen. Würde die SVE das Gipfeltreffen am Samstag kurzfristig absagen, bekäme der Waldhof zwar die drei Punkte, aber die SVE zumindest keine Gegentore, da die Partie mit 0:0 gewertet werden würde. „Das ist eine gute Idee, vielleicht sollten wir das machen“, sagt Steffen und muss lachen. „Die Jungs haben zurzeit eine Eigenmotivation, da brauche ich nicht viel zu sagen. Die wollen jeden Wettbewerb gewinnen. Ich denke, wir sollten antreten“, ergänzt der Trainer.

Steffen hat eine Mannschaft geformt, wie es sie in den vergangenen Jahren, trotz diversen Erfolgen, in Elversberg nicht gab. „Ich gebe Anstöße, Handlungsvorgaben und bin aufmerksam. Alles andere kommt von den Spielern. Allerdings muss ich zugeben, dass ich überrascht bin, wie stark sich der ein oder andere entwickelt hat“, sagt Steffen.

Im Trainingsspiel läuft der 50-Jährige hinter der Vierer-Abwehrkette her, gibt die richtigen Laufwege vor, unterbricht sofort, wenn etwas nicht stimmt und erklärt. Er verteilt Lob und wird auch schon mal laut, wenn etwas nicht passt. Hat ein Spieler nicht die richtige Motivation, ist es nicht Steffen, der laut wird, sondern die Mitspieler. „So stelle ich mir das vor. Letztlich muss die richtige Motivation von den Spielern ausgehen“, erklärt der gebürtige Krefelder.

Aufwändige Videoanalysen gibt es ebenfalls nicht vor jedem Spiel. „Wir haben schon Spiele im Vorfeld analysiert, und am Ende kam alles ganz anders. Manchmal müssen die Spieler auch neugierig sein auf das, was sie auf dem Platz erwartet“, sagt Steffen. Am Samstag wird es der Meister sein.

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