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Lizenzspieler-Etat des FCK sinkt deutlich

Lizenzspieler-Etat des FCK sinkt deutlich

Der 1. FC Kaiserslautern hat den letzten Posten in seiner neuen Führungsmannschaft mit Uwe Stöver besetzt. Finanziell hat der Verein weiter zu kämpfen. Was sich auch auf den Etat für die kommende Saison auswirkt.

Die finanzielle Lage beim Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern ist angespannt. Da in der laufenden Runde im Schnitt 5000 Zuschauer weniger als erwartet die Heimspiele der Pfälzer besuchen und auch die Einnahmen durch TV-Gelder und Fanartikel hinter den Erwartungen zurückbleiben, rechnet der FCK mit einem Jahresfehlbetrag zwischen 1,5 und 1,8 Millionen Euro . Das erklärte FCK-Finanzvorstand Michael Klatt am Dienstag.

Er ergänzte: "Die gute Nachricht ist, dass wir über ausreichende Mittel für das laufende Geschäft verfügen. Deshalb haben wir die Lizenz ohne Auflagen erhalten." Klatt musste aber einräumen, dass das Konto der sogenannten "Betze-Anleihe" leergeräumt ist. Der FCK hatte sich von seinen Fans 2013 sechs Millionen Euro für den erfolgten Rückkauf - aber noch ausstehenden Ausbau - des Sportparks Fröhnerhof geliehen. Eigentlich sollten noch 1,9 Millionen Euro in den Kassen übrig sein. Klatt sagte, der fehlende Betrag sei insbesondere dem "Liquiditätstal der einnahmearmen Monate März bis Mai" geschuldet. Er bilanzierte: "Wir sind finanziell nicht auf Rosen gebettet, aber wir müssen auch keine Angst vor dem Morgen haben. Was wir jetzt brauchen, ist eine Aufbruchsstimmung."

Vor dem Hintergrund der finanziellen Situation ist das keine leichte Aufgabe. Denn als Folge der rückläufigen Einnahmen plant der Verein für die kommende Saison mit einem um 20 Prozent verringerten Lizenzspieler-Etat von weniger als neun Millionen Euro . Damit muss der neu eingestellte Sportdirektor Uwe Stöver arbeiten. Der 49-Jährige, der in Kaiserslautern am 15. Mai sein Amt antritt, unterschrieb einen Vertrag bis 2019. Ursprünglich war Stöver noch bis 2018 an den Drittligisten Holstein Kiel gebunden. Über die fällige Ablöse vereinbarten beide Vereine Stillschweigen. "Uwe kennt den FCK aus verschiedenen Perspektiven, er war hier früher Leiter des Nachwuchs-Leistungszentrums und hat auf seinen Stationen kluge Transfers und ein gutes Händchen bewiesen", sagte Lauterns kommissarischer Sportchef Mathias Abel , der wieder in den Aufsichtsrat zurückkehrt, wenn Stöver seine Arbeit aufnimmt.