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Fußball-Bundesliga
Liverpool will Keita schon sofort

Leipzig. Vorzeitiger Wechsel von RB Leipzig nach England für Extra-Ablöse steht im Raum.

Der FC Liverpool macht offenbar ernst: Trainer Jürgen Klopp will RB Leipzigs Mittelfeldstar Naby Keita Medienberichten zufolge schon jetzt an die Anfield Road holen. Laut „Bild“ sollen die „Reds“ weitere 15 bis 20 Millionen bieten, um den Wechsel des 22 Jahre alten Nationalspielers aus Guinea vorzuziehen. Keitas Berater wollte gestern keinen Kommentar abgeben.


RB verwies auf zurückliegende Aussagen von Sportdirektor Ralf Rangnick und Vorstandschef Oliver Mintzlaff. Dieser hatte schon im vergangenen August, als der Keita-Transfer für den kommenden Sommer für ein angebliches Gesamtvolumen von 70 Millionen Euro vereinbart worden war, gesagt: „Für uns war immer klar, dass Naby Keita diese Saison bei uns spielt – und das war auch nicht verhandelbar.“ Offiziell hält sich RB aber bedeckt. Trainer Ralph Hasenhüttl sagte gestern, er gehe davon aus, dass Keita am Samstag (18.30 Uhr) gegen Schalke 04 spielen wird.

Liverpool braucht jetzt aber Ersatz für Philippe Coutinho, der für mindestens 120 Millionen zum FC Barcelona gewechselt ist. Und die Führungsetage der Leipziger soll sich angeblich nun doch mit einem Verkauf im Winter beschäftigen, obwohl RB den Verbleib in der Champions League verpasst hat und stattdessen im Achtelfinale der Europa League gegen den SSC Neapel antreten muss. Ginge Keita in die Premier League, wäre es der dritte Winter-Weggang nach den Ersatzspielern Marvin Compper (zu Celtic Glasgow) und Federico Palacios (zum 1. FC Nürnberg).

Keita bildet mit Nationalstürmer Timo Werner, Marcel Sabitzer und Emil Forsberg das offensive Herzstück der Mannschaft. In der Hinrunde fiel er aber auch negativ auf. Platzverweise, dazu Ärger mit der Justiz für den Fan protziger Autos wegen angeblich gefälschter Führerscheine. Das passt nicht ins Image, das RB Leipzig in der Öffentlichkeit haben will. Dennoch würde ein Weggang des dribbelstarken Kreativspielers eine Lücke in den Kader reißen, selbst wenn der im Sommer verpflichtete Kevin Kampl sich bereits bestens eingefügt hat und die Keita-Position ausfüllen kann.