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Liotté will eine Reaktion sehen

Liotté will eine Reaktion sehen

Homburg. So ganz sei "der Ärger noch nicht verflogen", blickt Josué Liotté vom FC Homburg mit einem gewissen Groll auf die 1:3-Niederlage im Fußball-Oberliga-Derby bei seinem Ex-Verein Borussia Neunkirchen zurück

Homburg. So ganz sei "der Ärger noch nicht verflogen", blickt Josué Liotté vom FC Homburg mit einem gewissen Groll auf die 1:3-Niederlage im Fußball-Oberliga-Derby bei seinem Ex-Verein Borussia Neunkirchen zurück. Trotz eines noch immer komfortablen Sechs-Punkte-Vorsprungs des Tabellenführers auf die Konkurrenz sagt der Homburger Mannschaftskapitän: "Das dürfen wir uns nicht zu oft erlauben. Ich erwarte eine Reaktion am Samstag." Er meint damit das Spiel gegen die Sportfreunde Köllerbach, die an diesem Samstag um 15 Uhr im Homburger Waldstadion gastieren.Der Innenverteidiger, der seit seinem Wechsel in die Saarpfalz 2009 alle Höhen und Tiefen miterlebt hat, formuliert ein klares Ziel. "Ich will zurück in die Regionalliga. Der FC Homburg ist in ganz Deutschland bekannt. Ich denke, der Verein gehört mindestens in die Regionalliga", sagt Liotté - dorthin, wo er in seiner ersten Homburger Saison überraschend aufgestiegen ist und ein Jahr lang mit dem FCH gekickt hat. "Der Abstieg war sehr traurig für mich. Ich will diese Saison wiedergutmachen", sagt Liotté. Gelingt der direkte Wiederaufstieg, dürfte auch einer Verlängerung seines nach der Saison endenden Vertrags wenig entgegen stehen. Er habe "richtig Bock, hier zu bleiben" sagt der Franzose mit kongolesischen Wurzeln, der sich auf die Frage, ob er auch bei einem weiteren Jahr in der Oberliga bliebe, hinter einem vielsagenden Lächeln verschanzt.

Überhaupt entpuppt sich der 1,95 Meter große Hüne mit dem ausladend kräftigen Körperbau als sehr angenehmer Gesprächspartner. Während er auf dem Platz meist stoisch seinen Job erledigt und eher wenig spricht, sei das "in der Kabine komplett anders". Dann richtet der Kapitän auch mal deutliche Worte an seine Kollegen, wenn es nicht läuft. "Du kannst auf dem Platz nicht die ganze Zeit aggressiv auftreten und sauer sein. Wenn der Gegner das sieht, hast du einen Nachteil", kennt Liotté die psychologischen Spielchen, mit denen im Fußball gearbeitet wird. Überhaupt habe er "durch den Fußball viel gelernt" und will dieses Wissen auch weitergeben, weshalb er eine Trainerausbildung in Frankreich absolviert. "Ich will was für die Jungen machen", würde Liotté neben seiner Aktivenlaufbahn gerne noch eine B- oder C-Jugend-Mannschaft betreuen.

 Josué Liotté zählt zu den Stützen der Homburger Mannschaft. Der Kapitän gilt als Vorbild - sowohl auf als auch abseits des Platzes. Foto: Mischa
Josué Liotté zählt zu den Stützen der Homburger Mannschaft. Der Kapitän gilt als Vorbild - sowohl auf als auch abseits des Platzes. Foto: Mischa

Auch privat hat der frühere Spieler des 1. FC Saarbrücken, der mit Freundin Nely in der Nähe von Metz lebt, noch einiges vor. Noch hat das Paar keine Kinder, aber das soll sich ändern. "Ich würde gern irgendwann mit meinem Kind ins Waldstadion zurückkommen, und die Leute freuen sich und sagen: Hey, da ist Joe - dann aber in der 3. Liga."