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Limbach hatte kurzfristig ein spielfreies Wochenende in der Tischtennis-Regionalliga

Tischtennis-Regionalliga : Tischtennis: Limbachs Spiele wurden abgesagt

(sho) Die Limbacher Tischtennisspieler hatten bis zuletzt der Corona-Pandemie getrotzt und für die Regionalliga-Heimspiele in der Schulturnhalle ein strenges Hygienekonzept erstellt. Dort sollten eigentlich auch am Wochende die beiden Teams TSV Kuppingen und TTSF Hohberg empfangen werden.

Allerdings kamen die Ostsaarländer dann zu einem spielfreien Samstag und Sonntag. Beide Partien wurden abgesagt. Wann das Nachholspiel gegen Kuppingen stattfindet, ist noch offen. Gegen Hohberg soll nun am Freitag, 20. November, um 19.30 Uhr in der Schulturnhalle angetreten werden. Die nächste Limbacher Begegnung ist derzeit für Samstag, 14. November, um 18 Uhr beim TTV Ettlingen angesetzt. Das Tabellenbild ist momentan völlig verzerrt. Nach dem frühzeitigen Rückzug des TTC Wehrden belegen die Limbacher derzeit mit 0:2 Punkten den letzten Tabellenrang zehn. Teilweise haben die anderen Mannschaften jedoch bereits bis zu sechs Partien ausgetragen.

Am Mittwochabend hatte die Limbacher ein Schreiben vom Klassenleiter erreicht. „Wir wissen noch nicht einmal, warum das Spiel gegen Kuppingen abgesetzt wurde. Es gibt seit kurzer Zeit vom Deutschen Tischtennis-Bund die Möglichkeit für Vereine aus einem Corona-Risiko-Gebiet, nicht antreten zu müssen. Dabei ist es egal, ob man Heim- oder Auswärtsmannschaft ist“, erklärt Limbachs Routinier Christian Schleppi. Aufgrund dieser Regelung sei für die Saarländer die Runde „aus unserer Sicht bereits mehr oder weniger hinfällig“. Schließlich sei ja mittlerweile bereits fast jede Mannschaft in einem Risikogebiet beheimatet. „Oder zumindest eine Mannschaft. So kann jedes Spiel bis 48 Stunden vor Beginn theoretisch abgesagt werden. Das wird nun auch vermutlich immer häufiger der Fall sein. In einigen anderen Ligen wurde bereits der Joker gezogen, und die Runde wird mehr oder weniger von allen Mannschaften ausgesetzt“, erklärt Limbachs aktuelle Nummer drei.

Die Hohberger hätten dagegen aufgrund zweier Erkältungsfälle – „kein Corona-Verdacht“ – normal beim TVL zwecks einer möglichen Spielverlegung angefragt. Beide Vereine hätten sich dann auf Freitag, 20. November, um 19.30 Uhr in Limbach als neuen Termin verständigt. „Ich gehe aber fast davon aus, dass irgendwann im nächsten Schritt die Runde erst einmal ausgesetzt wird, und dies vermutlich bis Weihnachten. Rein spekulativ könnte dann versucht werden, bis Mai die Vorrunde durchzubringen“, vermutet Schleppi. Dadurch würde dann die Rückrunde wegfallen. Der Abschluss der Vorrunde würde zu einer Wertung dieser Spielzeit führen. Es könne aber auch ein zweites Szenario stattfinden, bei dem sich die Mannschaften doch noch dazu bereit erklären können, die gesamte Saison ordnungsgemäß durchzuführen.

Auch auf Seiten des TV Limbach gibt es diesbezüglich unterschiedliche Meinungen. „Wir würden die Heimspiele ohne Zuschauer austragen. Dies funktioniert vom Hygienekonzept so, dass keiner der Spieler in Gefahr ist. Es würde weiterhin mit Mund- und Nasenschutz und genügend Abstand auf den Bänken Platz genommen. Und es würde sich draußen in der anderen Halle nebenan aufgewärmt“, meint der erfahrene Limbacher Akteur. Nach jedem Spiel sei ein Durchlüften der Halle angesagt. Auswärts würde eine gemeinsame Fahrt mit sechs Spielern im Mannschaftsbus allerdings nicht in Frage kommen. „Es würden drei Autos eingesetzt. In jedem Fahrzeug sitzen zwei Mann – der Fahrer vorne links, einer hinten rechts. Alle Spieler tragen eine Maske. Und jede halbe Stunde würde das Auto durchgelüftet werden. Dazu wären wir bereit“, informiert Schleppi. Ein Aussetzen der Runde sei jedoch aus seiner Sicht die „richtige Entscheidung“.