Lezhankin macht den Unterschied aus

Lezhankin macht den Unterschied aus

Erbach. Auch im ersten Heimkampf mussten die Turner der Zweitliga-Mannschaft der TG Saar eine klare Niederlage einstecken. Das Duell gegen die TSG Grünstadt ging am vergangenen Samstag im mit 200 Zuschauern sehr gut besuchten Turnzentrum Erbach mit 26:54 verloren. Lediglich den Sprungwettbewerb konnten die Saarländer mit 7:1 für sich entscheiden

Erbach. Auch im ersten Heimkampf mussten die Turner der Zweitliga-Mannschaft der TG Saar eine klare Niederlage einstecken. Das Duell gegen die TSG Grünstadt ging am vergangenen Samstag im mit 200 Zuschauern sehr gut besuchten Turnzentrum Erbach mit 26:54 verloren. Lediglich den Sprungwettbewerb konnten die Saarländer mit 7:1 für sich entscheiden. Trotzdem, unzufrieden war Trainer Klaus Weber mit den Leistungen seiner Jungs hinterher nicht. "Jeder hat alles gegeben, unter anderen Vorzeichen wären wir wohl als Sieger aus der Halle gegangen." Webers Erklärung: "Ursprünglich war der Wettkampf für den 23. Oktober geplant. Auf Bitten der TSG Grünstadt haben wir ihn auf den 30. Oktober verschoben. Einen Tag vorher haben die Grünstädter dann den starken Russen Nikita Lezhankin einfliegen lassen. Am 23. wäre er also noch nicht dabei gewesen, dann wäre es mit Sicherheit eine ganz enge Kiste geworden."

So war Lezhankin - trotz Jetlag - der überragende Mann in der Halle, holte als bester Turner 20 Score-Punkte und war insgesamt eine Klasse für sich. Bis auf den Sprung. Da musste er sich bei der Landung mit den Händen abstützen. Vor den Augen des Oberkampfrichters, doch trotzdem wurde der Russe zum 1:0-Sieger im Duell mit Manuel Baldauf erklärt. Nicht nur diese Entscheidung des Kampfgerichts sorgte bei Klaus Weber für Unverständnis. "Da waren zwei drei echt krasse Sachen dabei", gestand auch Gäste-Trainer Rudi Brand hinterher ein.

"Alle haben ganz schön gelitten", monierte Brand, wie auch Kollege Klaus Weber, dass das Kampfgericht sich sehr viel Zeit für seine Entscheidungen nahm. Allein der Wettkampf am Pauschenpferd dauerte 40 Minuten, mehr als 30 davon wartete das Publikum lediglich auf das Ergebnis der Beratungen des Kampfgerichts. Die sarkastische Erklärung eines Mitglieds für die Verzögerungen: "Wenn Turnen einfach wäre, würde es Fußball heißen." So dauerte der Wettkampf insgesamt fast drei Stunden.

Zum Verlauf: Völlig leer gingen die TG-Saar-Turner Boris Jung, Manuel Baldauf, Oliver Waldbillig, Imanuel Bumb und Marc Quirin beim 0:14 am Boden aus. Wesentlich spannender wurde es danach am Pauschenpferd. Quirin und Baldauf holten drei und vier Punkte. Grünstadt hatte am Ende dank Lezhankin und Yann Hasselbach acht Zähler auf dem Konto. Offen war das Rennen auch an den Ringen. 8:6 lagen die Turner aus der Pfalz nach den vier Duellen vorne, für die TG Saar holten Gerald Heil und Oliver Waldbillig jeweils drei Zähler. Waldbillig und Marc Quirin sorgten mit drei beziehungsweise vier Punkten der TG Saar II für den 7:1-Endstand für die Gastgeber beim Sprung. Beide konnten jedoch nicht verhindern, dass die Vergleiche am Barren wieder zur Nullnummer gerieten. 16:0 gewannen die Gäste. Am Reck hatten sie zum Abschluss aber wieder ihre liebe Mühe, sich mit 7:6 durchzusetzen. Oliver Waldbillig und Waldemar Nagel holten jeweils drei Punkte für die TG Saar.

Macht unterm Strich einen Endstand von 26:54. Für die TSG Grünstadt war es der erste Sieg. Für Trainer Rudi Brand ein "durchaus verdienter". Brand gab aber auch zu, dass es "ohne Lezhankin wohl ein ganz enger Tanz geworden wäre". TG Saar-Mannschaftssprecher Gerald Heil widersprach dem Gästetrainer nicht. Hielt aber auch fest, "dass das Ergebnis deutlicher ist, als der Kampfverlauf".

Am kommenden Samstag, 6. November, muss die TG Saar II zum KTT Oberhausen. Nächster Heimgegner ist dann am Samstag, 20. November, 16 Uhr, der KTV Obere Lahn.

Stabile Seitenlage: Boris Jung trat an zwei Geräten an, blieb aber ohne Punkte. Hier versucht sich der Turner der TG Saar II am Pauschenpferd. Foto: Annemarie Solbach.

www.tgsaar.de

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