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Leverkusen hakt Heynckes und die Europa League ab

Leverkusen hakt Heynckes und die Europa League ab

Leverkusen. Bayer oder Bayern? In der Hängepartie um Trainer Jupp Heynckes ist das für Bayer Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser eigentlich keine Frage mehr. "Wir müssen uns wohl keine Gedanken machen, mit Jupp Heynckes in der Champions League zu spielen", sagte er vor dem Achtelfinal-Rückspiel in der Europa League gestern Abend beim FC Villarreal

Leverkusen. Bayer oder Bayern? In der Hängepartie um Trainer Jupp Heynckes ist das für Bayer Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser eigentlich keine Frage mehr. "Wir müssen uns wohl keine Gedanken machen, mit Jupp Heynckes in der Champions League zu spielen", sagte er vor dem Achtelfinal-Rückspiel in der Europa League gestern Abend beim FC Villarreal. Das verlor der Fußball-Bundesligist, bei dem Ex-Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack bis zur 53. Minute auf der Bank saß, nach schwacher Leistung 1:2 (0:1). Santiago Cazorla Gonzales traf in der 33. Minute zum 1:0 für den spanischen Erstligisten, der schon das Hinspiel mit 3:2 gewonnen hatte, und Giuseppe Rossi in der 61. Minute. Für Bayer traf Gonzalo Javier Rodriguez per Eigentor (82. Minute).Die Enttäuschung nach dem Ausscheiden war ebenso groß wie die über die Hinhaltetaktik des 65 Jahre alten Heynckes. "Mich belastet das", sagte Holzhäuser. Verärgert ist er zudem, dass trotz der konkreter werdenden Anzeichen um einen Wechsel Heynckes' zu Bayern München der Rivale keinen Kontakt zu Bayer sucht. "Wenn es sich bewahrheiten sollte, dass er zu den Bayern geht, wie es jetzt aussieht, hätte ich mir gewünscht, wenn die Münchner mal angerufen hätten", kritisierte Holzhäuser. Angeblich sollen die Bayern Heynckes, bei denen er von 1987 bis 1991 sowie 2009 tätig war, einen Zweijahresvertrag bieten.

Wo er kommende Saison arbeitet, will der älteste Trainer der Liga binnen zwei Tagen nach dem Heimspiel am Sonntag, 15.30 Uhr, gegen Schalke 04 bekannt geben. Um bei einem Ende der Heynckes-Ära nicht erneut Unruhe durch Mutmaßungen über einen Nachfolger aufkommen zu lassen, könnte Bayer im Fall der Fälle wohl sofort einen neuen Trainer vorstellen. "Es gibt eine Alternative und viele Varianten", sagte Holzhäuser. Anwärter Nummer eins dürfte Robin Dutt vom SC Freiburg sein, der beim Liga-Konkurrenten einen bis 2012 geltenden Vertrag hat. Für den 46-Jährigen müsste Bayer eine Ablöse bezahlen - angeblich im siebenstelligen Bereich.

In Leverkusen würde die Messlatte nach der Ära Heynckes jedenfalls hoch liegen, als Zweiter steuert der Club Richtung Champions League. "In der Summe der Vorteile ist er einer der besten Trainer, die ich kenne und erlebt habe", lobte Holzhäuser. Auch deshalb hat er das lange Zögern geduldet, zumal Heynckes dafür anfangs private Gründe nannte, die eher auf einen Abschied vom Fußball hingedeutet hatten. dpa