Letztes Saisonspiel in der Regionalliga Südwest für 1. FC Saarbrücken

Regionalliga Südwest : Der Tag der Abschiede

Im letzten Saisonspiel des 1. FC Saarbrücken gegen Hessen Dreieich werden viele Spieler vom Verein verabschiedet.

Nachdem der Wunsch vieler Fußballfreunde „Meister müssen aufsteigen“ vor dieser Saison auch für die Regionalliga Südwest erfüllt wurde, war klar: Der Zweite wird der erste Verlierer sein. So bleibt dem 1. FC Saarbrücken vor dem letzten Saisonspiel gegen den Tabellenletzten Hessen Dreieich (Samstag, 14 Uhr, Hermann-Neuberger-Stadion Völklingen) nur, die Saison als „Bester vom Rest“ abzuschließen. „Wir können noch beste Heimmannschaft werden. Wir wollen Zweiter bleiben, dann sind wir auch bester Saarclub“, sagte FCS-Trainer Dirk Lottner, dem aber der letzte Umstand offenbar weniger wichtig ist als den eigenen Fans: „Ich habe das so nicht im Blick, das hat keine Priorität.“

Gewinnt der FCS nicht gegen die abgeschlagenen Hessen, könnte Aufsteiger FC Homburg noch vorbeiziehen. Dann wäre diese Spielzeit für viele Anhänger selbst mit dem Saarlandpokalsieg nicht mehr zu retten. „Es war eine wechselhafte Saison mit vielen Höhen und Tiefen. Es war eine anstrengende Saison, bei der wir das ursprünglich gesetzte Ziel nicht erreicht haben“, gestand Lottner ein, „wir haben es in den ersten Wochen und Monaten verpasst, näher an Waldhof Mannheim dran zu sein. Die haben aber eine überragende Saison gespielt.“

Nicht mehr für die FCS-Profis spielen werden ab der kommenden Saison Marco Holz, Alexandre Mendy, Oliver Oschkenat (SV Elversberg), Marlon Krause (Sportinvalide), Martin Dausch, Marco Kehl-Gomez (Rot-Weiss Essen) und Markus Obernosterer. Sie werden wie Torwarttrainer Frank Kackert (zu Borussia Mönchengladbach) vor dem Spiel verabschiedet. „So ist der Fußball, jede Zeit ist irgendwann zu Ende“, sagte Marco Holz, der zu Türkgücu Ataspor München wechseln wird, irgendwie stellvertretend für alle: „Ich gehe mit einem lachenden und weinenden Auge. Ich hatte eine gute Zeit hier, aber ich gehe jetzt auch wieder in die Heimat.“

Nicht verabschiedet werden Außenverteidiger Sascha Wenninger und Stürmer Fabian Eisele, obwohl deren Verträge zum Saisonende auslaufen. Von Wenninger heißt es, er wolle nur bleiben, wenn der Trainer in der kommenden Saison nicht mehr Dirk Lottner heißt. Der Kölner hat noch ein bis 2020 laufendes Arbeitspapier, FCS-Präsident Hartmut Ostermann hatte zuletzt wiederholt betont, dass man sich nach der Saison zur Analyse zusammensetzen werde. Für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit sprechen SZ-Informationen, wonach Lottners Co-Trainer Robert Roelofsen ein unterschriftsreifer Vertrag vorliegen soll. Geschäftsführer David Fischer (er hat am Donnerstag für drei Jahre verlängert) wollte dies nicht kommentieren.

Zurück zum Sportlichen: Beim letzten Heimspiel der Spielzeit muss der FCS auf die angeschlagenen Martin Dausch, José Pierre Vunguidica (beide muskuläre Probleme), Markus Mendler (Achillessehne), Sebastian Jacob (Magen/Darm) und Daniel Batz (Handverletzung) verzichten. So bekommt Ricco Cymer, der auch im Pokalfinale gegen die SV Elverberg zwischen die Pfosten soll, noch einmal Spielzeit. Auf der Bank wird Rick Hess aus der Kreisliga-Mannschaft des FCS Platz nehmen. „Dreieich hat sich in den letzten Wochen offenbar aufgegeben“, sagte Lottner, „für uns geht es darum, einen halbwegs versöhnlichen Saisonabschluss zu schaffen und uns auf das Pokalfinale gegen Elversberg einzustimmen.“ Dafür wird in Völklingen eine Vorverkaufskasse eingerichtet sein.

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