Leidenschaftlicher Auftritt

Leidenschaftlicher Auftritt

Der 1. FC Kaiserslautern will zurück in die Fußball-Bundesliga. Bei der 1:3-Testspielniederlage am Samstag gegen Borussia Dortmund erfuhr der FCK, was ihn dort erwartet: wenige Fehler werden knallhart bestraft.

Begeisterte Zuschauer auf den Rängen, Weltklasse-Fußballer auf dem Rasen - und ein leidenschaftlich kämpfender 1. FC Kaiserslautern, der seinem favorisierten Gegner im Fritz-Walter-Stadion alles abverlangte. Vieles rund um das Testspiel zwischen Zweitligist Kaiserslautern und Champions-League-Finalist Borussia Dortmund am Samstag ließ Erinnerungen an erfolgreiche Bundesliga-Zeiten ein wenig aufleben.

Gaus trifft zum Ausgleich

In einer flotten Partie machte am Ende die größere individuelle Klasse der Gäste den Unterschied. Der BVB, der direkt aus dem Trainingslager im spanischen La Manga in die Pfalz gereist war, siegte mit 3:1.

Neven Subotic (Kreuzbandriss), Mats Hummels (Bandausriss am Fersenbein) und Ilkay Gündogan (Bronchitis) standen nicht im BVB-Aufgebot. Bei Kaiserslautern fehlte Neuzugang Chinedu Ede (Erkältung). Für ihn spielte Marcel Gaus auf dem linken Flügel. Gaus war es auch, der vor der stattlichen Testspielkulisse von 33 700 Zuschauern auf kuriose Weise zum 1:1 traf. Eine verunglückte Flanke des 24-Jährigen senkte sich nach 32 Minuten unhaltbar für BVB-Torwart Roman Weidenfeller ins Netz.

Der Ausgleich in dieser Phase war verdient. Der FCK agierte aus einem kompakten 4-5-1 System und machte im defensiven Mittelfeld für die BVB-Stars Marco Reus und Henrikh Mkhitaryan die Räume geschickt eng. Dortmund kam kaum zu Chancen, während der FCK immer wieder Nadelstiche setzte. Oft stand Mohamadou Idrissou als einzige Sturmspitze aber allein auf weiter Flur. Die Gästeführung brachte erst ein verwandelter Foulelfmeter von Marco Reus (28. Minute).

Nach dem Ausgleich durch Gaus wechselte BVB-Trainer Jürgen Klopp zur Pause acht Mal, brachte unter anderem die Offensivspieler Pierre-Emerick Aubameyang, Jakub Blaszczykowski und Robert Lewandowski. Der BVB, für den bereits kommenden Samstag gegen Augsburg die Rückrunde in der Bundesliga beginnt, übte nun mehr Druck aus.

Später Doppelschlag

Aber erst, als FCK-Trainer Kosta Runjaic nach 75 Minuten zu einem offensiveren 4-4-2 System wechselte und mit Albert Bunjaku einen zweiten Stürmer neben dem ebenfalls eingewechselten Olivier Occéan brachte, ergaben sich für Dortmund Räume, die die Gäste prompt nutzten. Zunächst traf Blaszczykowski zum 2:1 (77. Minute), dann Lewandowski zum 3:1 (81.). "Wir haben gut verteidigt und selbst einige Chancen gehabt. Aber Dortmund ist eine der besten Mannschaften der Welt, da wird jeder Fehler knallhart bestraft", gab Kaiserslauterns Mittelfeldspieler Ruben Jenssen nach dem Spiel zu Protokoll.