Leichtathletik: Silvesterläufe in Saarbrücken und Trier

Leichtathletik : Blum doppelt zufrieden, Ringer auf viertem Platz

Gute Ergebnisse für saarländische Läufer bei Silvesterläufen in Saarbrücken und Trier. Äthiopierin läuft neuen Streckenrekord.

Einen besseren Jahresausklang konnte sich Langstreckenläufer Tobias Blum nicht wünschen. Erst feierte der 23-Jährige aus Saarbrücken, der für den LC Rehlingen an den Start geht, am Sonntagnachmittag bei der 44. Auflage des Internationalen Saarbrücker Silvesterlaufs einen beeindruckenden Erfolg. Blum benötigte nur 30:34 Minuten für die zehn Kilometer – und das auf der anspruchsvollen, welligen Strecke im Saarbrücker Stadtwald mit Start und Ziel an der Hermann-Neuberger-Sportschule. Bei den Frauen gewann Ejguyehu Taye Haylu aus Äthiopien in neuem Streckenrekord von 33:28 Minuten. Insgesamt nahmen mehr als 1300 Läufer an der Veranstaltung teil.

„Mehr als 300 Höhenmeter – ich bin sehr zufrieden“, schrieb Blum nach seinem Sieg bei Facebook. Tags darauf lief Blum beim stark besetzten Trierer Silvesterlauf über acht Kilometer in 23:18 Minuten auf Platz zehn. Es waren Blums letzte Wettkämpfe für geraume Zeit – am 4. Januar macht er den Abflug mit weiteren Athleten der Nationalmannschaft ins Trainingslager nach Kenia zum Formaufbau für 2019.

Auf das neue Jahr freut sich auch Elena Burkard nach ihrem Sieg in Trier. „So kann das neue Jahr starten“, sagte die 26-Jährige. Bei der 29. Auflage trug sich die EM-Sechste im Hindernis- und Crosslauf als zwölfte Deutsche in die Siegerliste ein. Im Spurt verwies sie nach fünf Kilometern in 15:59 Minuten Anna Gehring (16:03) auf Rang zwei. Nicht so glücklich war Hindernis-Europameisterin Gesa Krause mit ihrem Jahresabschluss. Sie wurde nur Zwölfte. „Es ist nicht so, dass ich die Arme hochreiße und sage, das war der geilste Lauf. Aber man kann darauf aufbauen“, sagte die 26-Jährige.

In 16:41 Minuten war Krause etwa genauso schnell unterwegs wie bei ihrem 13. Platz 2017. „Später in der Halle bin ich 4:10 Minuten über 1500 Meter gelaufen“, ordnete Krause ihr Ergebnis in den langfristigen Trainingsaufbau ein. Nach einem Trainingslager in Südafrika plant die deutsche Rekordhalterin über 3000 Meter Hindernis eine Hallensaison „mit allem drum und dran“ – inklusive der Hallen-EM.

Auf Hallenstarts verzichten will Richard Ringer. Europas schnellster 10 000-Meter-Läufer des Jahres 2018, der seit 1. Januar Vereinskollege von Blum beim LC Rehlingen ist, belegte über acht Kilometer in 23:08 Minuten den vierten Platz – sieben Sekunden hinter dem Sieger Isaac Kimeli aus Belgien. „Auf den letzten 800 Metern habe ich gemerkt, dass ich eine Woche krank war“, sagte der 29-Jährige nach seinem letzten Start für den VfB Friedrichshafen. Ringer plant nun ein Trainingslager in Portugal und will dann in Japan seinen ersten ernsthaften Halbmarathon in Angriff nehmen. Bis zu den Olympischen Spielen 2020 sieht sich der zweimalige EM-Dritte aber als Bahnläufer. Bei der WM in Doha möchte er die 5000 Meter laufen.

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