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Lebacher Volleyball-Damen verlieren Heimspiel

Volleyball : Der Meister ist zu stark für Lebach

Nichts zu holen gab es für die Volleyballerinnen des TV Lebach in ihrem jüngsten Heimspiel gegen den TV Villingen. Der Drittliga-Neuling aus Lebach verlor gegen den amtierenden Meister glatt in drei Sätzen.

Rund 250 Volleyball-Fans sorgten am Sonntag beim Heimspiel des TV Lebach gegen den TV Villingen für eine tolle Drittliga-Kulisse. Wie beim Auftakt-Sieg gegen Bretzenheim passte die Stimmung auf den Rängen, das Ergebnis diesmal aber weniger. Anders als beim 140-minütigen Tiebreak-Krimi durften die Gastgeberinnen zwei Wochen später schon nach 68 Minuten in die Kabine gehen: 0:3 (15:25, 21:25, 16:25) – eine kalte vor der warmen Dusche.

Lebach hatte gegen den Meister keine Chance. „Villingen ist ein eingespieltes Team mit echten Krachern am Netz. Mehr war nicht drin“, stellte TVL-Kapitän Anita Nawrat nach dem Abpfiff ernüchtert fest. Der Matchball war symptomatisch für die gesamte Partie: Aufschlag Villingen. Die harte Angabe entschärft Lebach mit Mühe. Der ungenaue Pass auf Katharina Hanke landet zu dicht am Netz und kann von der Zuspielerin gerade noch auf die andere Seite gespielt werden. „Leider schlug er schnell wieder bei uns ein“, seufzte Nawrat.

Vielleicht war der Respekt der jungen Drittliga-Neulinge vor den Routiniers zu groß – unbewusst. „Wir wollten befreit aufspielen. Trotzdem agierten wir ziemlich verkrampft und haben oft nicht konzentriert und konsequent genug gespielt“, resümierte Janina Steil selbstkritisch. „Im zweiten Satz haben wir gezeigt, was wir können“, sagte Lebachs Hauptangreiferin und Nawrat stimmte zu. „Hier wäre mehr drin gewesen, wenn wir unsere Chancen genutzt hätten. Uns hat das Durchsetzungsvermögen gefehlt“, sagte die Spielführerin.

Philipp Betz war mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht zufrieden und vom fehlenden Kampfgeist enttäuscht. „Im ersten und dritten Durchgang war kein Wille da, etwas mitzunehmen. Wir konnten die Gäste nie unter Druck setzen und die haben ihren Stiefel abgeklärt runtergespielt“, ärgerte sich der Lebacher Trainer. Gäste-Trainer Sven Johansson war besser gelaunt und wählte Elena Weisshaar zur wertvollsten Lebacher Spielerin. „Most valuable Player“ heißt diese in hohen Ligen übliche Auszeichnung nach dem Match.

Ein Erfolg der Mannschaft wäre der Libera allerdings lieber gewesen. „Leider haben wir unser Leistungsniveau nicht abrufen können. Der starke Gegner hat uns sein schnelles Spiel aufgedrängt“, sagte Weisshaar. Stark wie immer: Hallensprecher Thomas Schwinn am Mikrofon. Der TV-Abteilungsleiter peitschte sein Team lautstark nach vorn und animierte das Publikum zu Beifallstürmen – vergebens. „Unsere Spielerinnen konnten sich recken und strecken, aber ihre Gegnerinnen waren ihnen immer einen Schritt voraus. Daraus werden sie lernen und es bald besser machen“, sagte Schwinn und warb schon mal fürs nächste Heimspiel gegen den TV Jahn Kassel am 21. Oktober.

Davor tritt der Tabellensechste auswärts an. Nach der Spielpause geht es am 15. Oktober zum oberen Tabellennachbarn proWin volleys TV Holz. Die schnelle Revanche für die jüngste 0:3-Schlappe im Saarlandpokal-Finale wäre also möglich, aber der Saar-Rivale ist bei dieser Spielpaarung klarer Favorit. Das weiß auch Elena Weisshaar. Trotzdem verspricht sie vor der Partie: „Wir werden um jeden Punkt kämpfen.“