Landesmeisterschaften der Judoka in Oberwürzbach

Judo : Wenn die Judofamilie sich trifft

Über 150 Kinder aus saarländischen Vereinen gingen am vergangenen Wochenende in Oberwürzbach auf die Judomatten. Ziel: Die Landesmeister ermitteln.

Wer am Sonntag rund um die Oberwürzbachhalle noch einen freien Parkplatz fand, durfte sich glücklich schätzen. Der JJC St. Ingbert richtete in Oberwürzbach die Judo-Landesmeisterschaften der Jugend U10, U12 und U15 aus. „Dabei durften wir über 150 Kinder aus saarländischen Vereinen begrüßen. Wir konnten auch 21 Kämpferinnen und Kämpfer unseres Vereins auf die Matte schicken“, freute sich die St. Ingberter Vorsitzende Kerstin Hiller. Man sei mit dem Ablauf dieser Großveranstaltung sehr zufrieden gewesen. „Unter den zahlreichen Zuschauern waren nicht nur die Familienangehörigen der Teilnehmer, sondern auch viele allgemein am Judosport interessierte Besucher. Wir haben auch wie gewohnt ein kleines Rahmenprogramm angeboten“, erklärte Hiller. Wer wollte, durfte sich am Kinderschminken beteiligen. Außerdem gab es für alle Sportlerinnen und Sportler noch Extrageschenke. Die Turnier-Verantwortlichen legten großen Wert darauf, dass nicht nur die Erstplatzierten etwas erhielten, sondern alle Beteiligten den Tag in schöner Erinnerung behielten. Und dafür hieß es für alle Vereinshelfer, beim Auf- und Abbau sowie bei vielen anderen Tätigkeiten von frühmorgens bis spät abends mit anzupacken.

Auf der Matte gab es viele starke Leistungen zu sehen. Auch die St. Ingberter Lokalmatadoren gaben richtig viel Gas und kamen gleich reihenweise zu Goldmedaillen. Jeweils Rang eins belegten Luka Neininger, Lennard Schäfer, Sebastian Cilibaica (U10), Pauline Beck, Lilou Schultheiß (U12) sowie Annika Diener (U15). Silber ging an die JJC-Athleten Sebastian Seidler (U10), Jana Sidorenko sowie Katharina Seidler (U12). Und als Drittplatzierte auf dem Siegespodest standen Simon Klein (U10), Joshua Tolescu, Celina Frey, Franziska Seidler (U12), Bettina Schlecht, Julius Haberer, Marc Penth, Jakob Hartmann sowie Lukas Heib (U15). Die meisten Teilnehmer vor dem JJC St. Ingbert stellte Judo-Kenshi Homburg-Erbach mit 33 Startern.

Die Familie Seidler ist beim JJC St. Ingbert nicht mehr wegzudenken. Während die Eltern bei jeder Veranstaltung tatkräftig mit anpacken, sind die Kinder als Trainer und Sportler im Verein aktiv. Sebastian Seidler (8) ist bereits vor vier Jahren zum Judo hinzugekommen und freut sich darüber, „dass alle so nett sind und es so viel Spaß macht“. Seine beiden Zwillingsschwestern Katharina und Franziska (11) genießen auch die Freizeiten außerhalb der Matte. Im Verein sei immer „sehr viel los“. Und Bruder Benedikt (16) ist Jugendtrainer.

„Wir sind eine komplette Judofamilie. Es ist toll, wenn man sieht, dass sich die Kinder stets verbessern und etwas Neues dazulernen. Wir sind ein gutes Trainerteam. Ein wichtiger Aspekt dabei ist auch die erlernte Selbstverteidigung“, betonte Benedikt Seidler am Rande der Veranstaltung.

Alle Ergebnisse: www.saarlaendischerjudobund.de

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