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Landesliga: Weiskirchen Konfeld trifft am Donnerstag auf den SV Gersweiler

Fußball : Sorgen vor dem „Endspiel um den Aufstieg“

Der SV Weiskirchen Konfeld hat sich trotz schlechterer Ausgangslage noch die Vizemeisterschaft in der Fußball-Landesliga West gesichert. Nun darf der SV am Donnerstag gegen den SV Gersweiler um den Aufstieg in die Verbandsliga kämpfen.

Der Jubel bei den Fußballern des SV Weiskirchen Konfeld war am Sonntag riesengroß. Der SV hatte in seinem letzten Saisonspiel den Tabellensechsten SV Friedrichweiler vor 250 Zuschauern klar mit 3:0 (2:0) bezwungen. Dadurch sicherte sich die Mannschaft noch die Vizemeisterschaft – vor der bislang punktgleichen SSV Pachten, die überraschend mit 3:4 zu Hause gegen Abstiegskandidat SV Fraulautern verlor. Wären beide Clubs punktgleich ins Ziel gegangen, hätte Pachten wegen des gewonnenen direkten Vergleichs gegen Weiskirchen Konfeld den Vizemeister sicher gehabt.

„Wir haben uns zunächst auf unser Spiel konzentriert“, berichtet Steffen Schommer, der bei Weiskirchen Konfeld gemeinsam mit Marc Lauer als Spielertrainer-Duo fungiert. „Aber 20 Minuten vor Schluss ist dann durchgesickert, dass Pachten mit zwei Toren Differenz hinten liegt. Da war die Freude natürlich groß.“ Die Vizemeisterschaft berechtigt Weiskirchen Konfeld zur Teilnahme an einem Aufstiegsspiel zur Verbandsliga Süd/West. An diesem Donnerstag (Vatertag) treffen die Hochwälder um 15 Uhr in Körprich auf den SV Gersweiler (Vizemeister der Landesliga Süd).

Die Vorfreude auf das „Endspiel um den Aufstieg“ ist riesig. „Wir werden Busse chartern und hoffen auf große Unterstützung. Ich kann mich nicht erinnern, dass es für Weiskirchen Konfeld in den letzten zehn, 15 Jahren mal so eine tolle Begegnung gab“, erklärt Schommer.

Sportlich sieht er sein Team allerdings in der Außenseiter-Rolle. „Ich kenne viele Spieler von Gersweiler noch aus meiner Zeit in der Saarlandliga. Da sind ein paar richtig gute dabei“, sagt der Übungsleiter, der früher für den 1. FC Reimsbach in der höchsten saarländischen Liga aktiv war. Unter anderem laufen Mexhid Kadrija (ehemals Spvgg. Quierschied) und Daniel Reinhardt (ehemals SF Köllerbach und Spvgg. Quierschied) für Gersweiler auf.

Gersweilers Routinier Pascal Olivier kann für den 1. FC Saarbrücken und die SV Elversberg sogar einige Regionalliga-Einsätze vorweisen. Und dann haben die Grün-Weißen mit Jens Albrecht noch einen mega-treffsicheren Torjäger. Der Spielertrainer traf bei 28 Einsätzen satte 46 Mal für Gersweiler ins Schwarze.

Weiskirchen Konfeld bangt dagegen vor dem Aufstiegsspiel noch um den Einsatz seines besten Angreifers: Peter Lauer (29 Treffer in 28 Partien) verpasste das letzte Saisonspiel wegen muskulärer Probleme. „Ob es bei ihm im Entscheidungsspiel wieder geht, kann ich noch nicht sagen“, berichtet Schommer.

Unabhängig vom Ausgang des Aufstiegsspiels ist man bei den Hochwäldern aber mit der aktuellen Saison hochzufrieden. Denn schließlich war Weiskirchen Konfeld in der Spielzeit zuvor nur Elfter geworden. Aber was waren die Gründe für den Aufschwung in der gerade zu Ende gegangenen Runde? „Wir haben uns in der Defensive deutlich gesteigert. Dadurch haben wir deutlich mehr Punkte geholt“, freut sich Schommer.

Beide Spielertrainer haben ihre Verträge übrigens für die kommende Saison verlängert. Auch im Kader wird es kaum Veränderungen geben. Lediglich Urgestein Steen Sinast beendet seine Karriere. „Wenn wir noch aufsteigen würden, wäre das für ihn ein toller Abschied“, sagt Schommer. „Steen hat zwölf Jahre im selben Verein gespielt und 445 Pflichtspiele für uns bestritten. Das ist heutzutage etwas ganz Besonderes“, sagt der Übungsleiter. Einziger Neuzugang bei Weiskirchen Konfeld wird wohl Torhüter Kai Kugel von der SG Wadrill-Sitzerath sein.