Läuferin Semenya darf wieder international starten

Läuferin Semenya darf wieder international starten

Johannesburg. Südafrikas 800-Meter-Weltmeisterin Caster Semenya (Foto: dpa) kann wieder bei internationalen Leichtathletik-Wettkämpfen starten. Dies teilte Michael Seme, der Trainer der 19-Jährigen, gestern unter Berufung auf die Anwälte Semenyas mit. Die Sportlerin war nie vom Leichtathletik-Weltverband IAAF suspendiert worden

Johannesburg. Südafrikas 800-Meter-Weltmeisterin Caster Semenya (Foto: dpa) kann wieder bei internationalen Leichtathletik-Wettkämpfen starten. Dies teilte Michael Seme, der Trainer der 19-Jährigen, gestern unter Berufung auf die Anwälte Semenyas mit. Die Sportlerin war nie vom Leichtathletik-Weltverband IAAF suspendiert worden. Allerdings laufen derzeit noch medizinische Tests, um das Geschlecht Semenyas zweifelsfrei festzustellen. Mutmaßungen zufolge könnte sie ein Zwitter (Hermaphrodit) sein und damit sowohl die Geschlechtsmerkmale einer Frau als auch eines Mannes haben. "Sie wird bei internationalen Meetings laufen", kündigte Trainer Seme an. Zunächst werde Semenya aber bei kleineren Wettbewerben antreten, die für sie Trainings-Charakter haben.

Bis zum Abschluss der Untersuchungen will der Weltverband keine Stellungnahme abgeben. Auch, wie lange die Untersuchungen dauern werden, sei noch unklar. Die IAAF wollte zunächst grundsätzlich klären, wie Semenya ihre Karriere fortsetzen kann. Für die Teilnahme von intersexuellen Athleten gibt es bisher keine Regeln. dpa

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