Kurioses Ende einer Triumph-Fahrt

Kurioses Ende einer Triumph-Fahrt

Cardiff. Ein Falschfahrer hat den alten und neuen Weltmeister Sébastien Loeb auf der letzten Etappe der Rallye Großbritannien aus der Bahn geworfen. Der Franzose musste wegen eines unverschuldeten Unfalls im öffentlichen Straßenverkehr gestern Vormittag aufgeben. Ein Zuschauer aus Spanien kam offenbar mit dem Linksverkehr in Wales nicht zurecht und kollidierte mit dem Citroën Loebs

Cardiff. Ein Falschfahrer hat den alten und neuen Weltmeister Sébastien Loeb auf der letzten Etappe der Rallye Großbritannien aus der Bahn geworfen. Der Franzose musste wegen eines unverschuldeten Unfalls im öffentlichen Straßenverkehr gestern Vormittag aufgeben. Ein Zuschauer aus Spanien kam offenbar mit dem Linksverkehr in Wales nicht zurecht und kollidierte mit dem Citroën Loebs. Wie ein Citroën-Sprecher mitteilte, überstanden alle Beteiligten den Zwischenfall unverletzt.Loeb verpasste durch den Unfall seinen möglichen sechsten Saisonsieg, mit dem er seinen achten WM-Titelgewinn in Folge krönen wollte. Loeb lag bis zu dem Unfall hinter dem Finnen Jari-Matti Latvala an zweiter Stelle. Latvala ließ sich auf den verbleibenden Wertungsprüfungen den Sieg nicht mehr nehmen und fuhr seinen ersten Saisonerfolg locker ins Ziel. Den Ausfall des Weltmeisters wollte er allerdings nicht als Grund für den Sieg in Wales gelten lassen. "Ich glaube, wir hätten auch so gewonnen", sagte der Finne, der in der kommenden Saison Seriensieger Loeb angreifen will.

Der Franzose hatte sich einen packenden Zweikampf mit Latvala geliefert, ehe er nach dem Unfall aufgeben musste. "An einer engen Stelle führte die Straße über eine Kuppe. Das Auto kam direkt auf uns zu, weil der Fahrer auf der verkehrten Seite fuhr. Der Aufprall war nicht sehr hart, aber der Kühler ist defekt", sagte Loeb, für den der "Geisterfahrer" kein Unbekannter ist. Sein Unfallgegner ist ein Freund von Loebs ehemaligem Citroën-Teamkollegen Dani Sordo.

Der 37 Jahre alte Loeb kann den Unfall allerdings verschmerzen. Der Franzose steht durch das vorzeitige Aus seines schärfsten Konkurrenten Mikko Hirvonen seit Freitagabend als alter und neuer Meister fest. "Im Augenblick bin ich sehr glücklich. Das ist wirklich ein sehr großer Moment", meinte Loeb. dapd