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Kuntz dämpft die Erwartungen

Kuntz dämpft die Erwartungen

Kaiserslautern. Mit dem Derby beim FSV Mainz 05 startet der 1. FC Kaiserslautern am Freitag um 18 Uhr in die Fußball-Zweitligasaison. Nach dem Erstrunden-Aus im DFB-Pokal beim Drittligisten Jena vergangene Woche (1:2) wäre ein guter Start in die neue Runde enorm wichtig. Ansonsten droht die gute Stimmung im Umfeld der Roten Teufel früh zu kippen

Kaiserslautern. Mit dem Derby beim FSV Mainz 05 startet der 1. FC Kaiserslautern am Freitag um 18 Uhr in die Fußball-Zweitligasaison. Nach dem Erstrunden-Aus im DFB-Pokal beim Drittligisten Jena vergangene Woche (1:2) wäre ein guter Start in die neue Runde enorm wichtig. Ansonsten droht die gute Stimmung im Umfeld der Roten Teufel früh zu kippen.

Zu sehr erinnerte die Begegnung bei den Ostdeutschen an die vielen schwachen Auftritte des FCK der vergangenen Saison. Gegen Jena blieb Neu-Stürmer Srdjan Lakic (von Hertha BSC Berlin) einer der wenigen Lichtblicke. FCK-Trainer Milan Sasic sprach nach dem Spiel vom "Versagen" seiner Mannschaft, über das "noch diskutiert" werden muss. Doch Vereinsboss Stefan Kuntz hält wenig davon, jetzt auf die Mannschaft "einzuprügeln. Das ist intern analysiert worden. Da haben wir die richtigen Worte gefunden", sagte der Vorstandsvorsitzende, der zwar "keine demoralisierende Niederlage" gesehen hat, der aber auch weiß, dass "wir verdient ausgeschieden sind".

Dass auch die Prämie von knapp 230000 Euro für das Erreichen der zweiten Runde verspielt wurde, ist besonders ärgerlich. Das Geld hätte dem klammen Verein bei der Suche nach einem weiteren Offensivspieler sicher weitergeholfen. "Was soll ich sagen", sagt Kuntz, "das Geld ist nicht da. Natürlich ist das ein Nachteil."

Die Niederlage des FCK in Jena hat auch gezeigt, dass die - traditionell überzogenen - Erwartungen in Lautern zurückgeschraubt werden müssen. "Wir haben immer gesagt, dass sich die Misslage nicht in vier oder acht Wochen beheben lässt. Wir haben derzeit gerade 17 Lizenzspieler im Kader. Da sind mal wieder Träumereien im Gange, die nichts mit der Realität zu tun haben", fordert Kuntz einen objektiven Blick.

Auch bei Gegner Mainz ist die Verunsicherung nach dem Weggang von Kult-Trainer Jürgen Klopp spürbar. Dem neuen Trainer Jörn Andersen helfen nur sportliche Erfolge, um aus dem langen Schatten von "Kloppo" herauszutreten. rti