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| 21:19 Uhr

Handball-EM in Kroatien
Kunkel ist „einfach nur sehr enttäuscht“

Der Saarländer Yves Kunkel muss bei der EM zuschauen.
Der Saarländer Yves Kunkel muss bei der EM zuschauen. FOTO: Sascha Klahn / Sascha Klahn/DHB
Leipzig. Der Völklinger steht nicht im vorläufigen Aufgebot von Bundestrainer Christian Prokop für die Handball-EM in Kroatien.

Die Nachricht ist für Yves Kunkel ein Schock. Nachdem sich der Völklinger jüngst bei den Test-Länderspielen gegen Spanien ganz ordentlich präsentierte, ist der Traum von der Teilnahme an der Handball-Europameisterschaft in Kroatien schon anderthalb Monate vor Turnierbeginn geplatzt. Handball-Bundestrainer Christian Prokop hat den Linksaußen des Bundesligisten SC DhfK Leipzig nicht in den vorläufig 28 Spieler umfassenden Kader des Deutschen Handball-Bundes (DHB) berufen.

„Ich bin einfach nur sehr enttäuscht darüber, da ich meiner Meinung nach ansprechendere Leistungen gezeigt habe“, sagte Kunkel gestern der SZ. Dass er an Kapitän Uwe Gensheimer von Paris St. Germain nicht vorbeikommt, war klar. Doch Prokop zog auch Rune Dahmke (THW Kiel) und Marcel Schiller (Frisch Auf Göppingen) vor. „Der Bundestrainer hat nun so entschieden, und damit muss ich mich abfinden. Jetzt kann ich mich voll und ganz auf den Verein konzentrieren und im Januar mit unserem neuen Trainer Michael Biegler in die Vorbereitung starten“, sagte Kunkel.

Überraschend steht stattdessen der frühere Weltmeister Johannes Bitter im vorläufigen Aufgebot. „Wir haben hervorragende Torhüter für die EM. Ich versuche nun, erstmal wieder komplett fit zu werden und stehe für den Notfall bereit“, sagte Bitter: „Ich habe immer gerne für Deutschland gespielt und verbinde viele positive Erinnerungen mit den großen Turnieren.“ DHB-Vizepräsident Bob Hanning meinte: „Wenn etwas passiert, ist Jogi dabei. Damit hat er sich positioniert. Ich finde das gut und sehr positiv. Das zeigt den hohen Stellenwert der Nationalmannschaft.“

Derzeit laboriert Bitter, der maßgeblich am Titelgewinn 2007 in Deutschland beteiligt war, an einem Muskelfaserriss im linken Oberschenkel. Der Torhüter hatte sich 2011 nach dem WM-Debakel in Schweden aus der Nationalmannschaft verabschiedet und war drei Jahre später für die WM-Playoffs gegen Polen kurzzeitig zurückgekehrt. Mit Silvio Heinevetter und Andreas Wolff habe das deutsche Team ein „hervorragendes Torhütergespann, das sicherlich gesetzt ist“, sagte Hanning. Und mit Bitter und Carsten Lichtlein gebe es „zwei exzellente Torhüter dahinter. Was Besseres kann dem deutschen Handball nicht passieren.“

Aus dem vorläufigen Kader setzt sich das am 12. Januar bei der technischen Besprechung in Zagreb definitiv zu benennende und maximal 16 Spieler umfassende Team der „Bad Boys“ zusammen. Während der EM 2018 sind maximal sechs Wechsel mit Spielern des erweiterten 28er-Kaders möglich: je zwei während der Vor- und Hauptrunde sowie zwei am Finalwochenende.

Prokop beginnt die Vorbereitung mit einem Kurzlehrgang am 28. und 29. Dezember in Kamen-Kaiserau. Am 2. Januar kommt das Team in Stuttgart zusammen und bestreitet zwei Länderspiele gegen Island (5. Januar in Stuttgart, 7. Januar in Neu-Ulm). Deutschland startet am 13. Januar in Zagreb gegen Montenegro ins Turnier. Weitere Gegner der Vorrundengruppe C sind Slowenien und Mazedonien. Die ersten drei Teams jeder der vier Gruppen erreichen die Hauptrunde. Mögliche Gegner in der zweiten Turnierphase könnten Spanien, Dänemark, Tschechien oder Ungarn sein.