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KSV Köllerbach will das Punkte-Polster verdrängen

KSV Köllerbach will das Punkte-Polster verdrängen

Köllerbach. Mit einem dicken Vorsprung von acht Punkten tritt der KSV Köllerbach an diesem Samstag beim 1. Luckenwalder SC an. Sollte alles nach Plan verlaufen, steht dem Einzug ins Halbfinale um die deutsche Ringer-Meisterschaft nichts im Wege. Aber auch in Köllerbach weiß man: Solange die dicke Frau noch singt, ist die Oper nicht zu Ende

Köllerbach. Mit einem dicken Vorsprung von acht Punkten tritt der KSV Köllerbach an diesem Samstag beim 1. Luckenwalder SC an. Sollte alles nach Plan verlaufen, steht dem Einzug ins Halbfinale um die deutsche Ringer-Meisterschaft nichts im Wege. Aber auch in Köllerbach weiß man: Solange die dicke Frau noch singt, ist die Oper nicht zu Ende.Der klare 22:14-Sieg vom vergangenen Samstag ist zwar ein beruhigendes Polster, Vorsicht ist aber dennoch geboten. Wie schnell ein scheinbar sicher geglaubter Sieg mit einer Niederlage enden kann, musste nicht nur Luckenwalde schmerzhaft erfahren. Auch beim KSV lief am vergangenen Samstag nicht alles nach Plan. Dass etwa Routinier Vladimir Togusov sein Duell gegen Emanuel Krause verlieren würde, hatte zum Beispiel kaum jemand auf der Rechnung.

Und so gibt man sich beim KSV optimistisch, betont jedoch, dass noch nichts in trockenen Tüchern sei. "Die Stimmung in der Mannschaft ist auf positive Weise angespannt. Alle wissen, dass wir eine Riesenchance haben, das Halbfinale zu erreichen. Wir dürfen uns aber nicht auf den acht Punkten ausruhen. In Luckenwalde erwartet uns ein Hexenkessel, und das Duell beginnt bei Null. Das muss auch in den Köpfen der Sportler sitzen", sagt Mannschaftsleiter Thomas Geid.

Seinem Gegenüber, dem Luckenwalder Trainer Andreas Zabel, war die Enttäuschung nach der Niederlage ins Gesicht geschrieben. Doch dass seine Mannschaft Köllerbach das Feld nun kampflos überlassen wird, ist kaum zu erwarten. Er sagt: "Es hat offenbar den Anschein, als würde uns der KSV nicht liegen. Wir geben aber nicht auf. Im Rückkampf ist alles möglich."

Zu den KSV-Ringern, die sich mit breiter Brust auf die 800-Kilometer-Reise in den Nordosten der Republik gemacht haben, gehört Jan Fischer. Das Formtief nach der Weltmeisterschaft hat er überwunden und pünktlich zu den Playoffs zu alter Stärke zurückgefunden. Er sagt: "Ich bin wesentlich besser in Form und zuversichtlich, dass ich das noch ausbauen kann." Im Hinblick auf den Kampf appelliert auch er, das Punktepolster zu verdrängen: "Wir müssen uns voll konzentrieren und dürfen Luckenwalde gar nicht erst in Fahrt kommen lassen. Ich denke, wir werden ins Halbfinale einziehen." pra