KSV Köllerbach patzt unerwartet

KSV Köllerbach patzt unerwartet

Köllerbach. Die RKG Freiburg und der KSK Konkordia Neuss waren die Kontrahenten, gegen die der KSV Köllerbach am Wochenende auf die Matte musste. Eigentlich zwei lösbare Aufgaben für den Ringer-Bundesligisten, der vier Punkte fest eingeplant hatte. Gegen den Tabellenletzten aus Freiburg verlief am Samstag auch noch alles nach Plan, gegen Neuss am Sonntag dagegen nicht

Köllerbach. Die RKG Freiburg und der KSK Konkordia Neuss waren die Kontrahenten, gegen die der KSV Köllerbach am Wochenende auf die Matte musste. Eigentlich zwei lösbare Aufgaben für den Ringer-Bundesligisten, der vier Punkte fest eingeplant hatte. Gegen den Tabellenletzten aus Freiburg verlief am Samstag auch noch alles nach Plan, gegen Neuss am Sonntag dagegen nicht.

250 Zuschauer sahen am Samstag in der Köllerbacher Kyllberghalle acht Siege der Heimmannschaft, bei der auch Timo Badusch nach längerer Auszeit erstmals in dieser Saison wieder im Aufgebot stand. Der 19-Jährige weist zwar nach einer Mandel- und Kiefer-OP noch Trainingsrückstand auf, konnte sich aber gegen Jesse Federow klar in drei Runden durchsetzen. "Mit meiner Leistung bin ich zwar noch nicht ganz zufrieden, aber Hauptsache gewonnen. Ich hoffe, dass ich im Dezember wieder bei 100 Prozent angekommen bin", sagte Eigengewächs Badusch.

Als echte Ringer-Attraktion erwies sich einmal mehr Neuzugang Naranbaatar Bayaraa. Der blitzschnelle Mongole ließ Veliko Lyutskanov im Dress der Freiburger keine Chance. Nach einer sechsfachen Beinschraube in Runde zwei gab es verdienten Szenen-Applaus von den Rängen.

Nach wie vor ist das Erreichen der Playoff-Plätze das Minimalziel des KSV Köllerbach, das nach dem 29:9-Sieg am Samstag auch ungefährdet schien. Einen herben Dämpfer mussten die Saarländer allerdings einen Tag später bei Konkordia Neuss hinnehmen. Die heimstarken Neusser freuten sich nach fünf von zehn gewonnenen Kämpfen über einen Punktgewinn beim 18:18.

Und auch beim KSV war man schlussendlich sogar froh über den einen Punkt. Andrey Shyyka musste im letzten Kampf des Tages einen 4:0-Sieg erreichen, um überhaupt noch den Ausgleich zu erzielen. Shyyka zeigte gute Nerven und schaffte als technisch überlegener Sieger die erhofften Zähler. Abgesehen von Bayaraa und Shyyka präsentierte sich jedoch kaum ein KSV-Athlet in Normalform. "Guri, Redzhep und Milev blieben weit unter ihrem Leistungsniveau und waren absolut enttäuschend. Alle drei haben ihre Duelle gegen Ringer verloren, die sie normalerweise schlagen. Dafür gibt es keine Erklärung", lautete das ernüchternde Fazit von Teamleiter Thomas Geid, der darauf hinwies, dass die vermeintlich schwierigen Gegner erst am Ende der Runde auf den KSV warten. Einen weiteren Ausrutscher könne man sich daher nicht mehr leisten. Für Köllerbach ging es nach diesem Wochenende einen Tabellenplatz nach unten auf Rang vier.

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