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KSV Köllerbach hat alles im Griff

KSV Köllerbach hat alles im Griff

Köllerbach. Am Ende hatten sich alle Erwartungen von Thomas Geid erfüllt: Es war ein offener Schlagabtausch zwischen dem KSV Köllerbach und dem ASV Mainz 88, guter Ringkampf, gute Stimmung in einer vollen Kyllberghalle. Und letztlich gab es zwei Punkte für den KSV. "Ich bin sehr zufrieden

Köllerbach. Am Ende hatten sich alle Erwartungen von Thomas Geid erfüllt: Es war ein offener Schlagabtausch zwischen dem KSV Köllerbach und dem ASV Mainz 88, guter Ringkampf, gute Stimmung in einer vollen Kyllberghalle. Und letztlich gab es zwei Punkte für den KSV. "Ich bin sehr zufrieden. Zufriedener kann man als Trainer gar nicht sein", erklärte Geid nach dem 19:16-Erfolg im Topkampf der Bundesliga.Dabei begann die Begegnung für den KSV denkbar ungünstig. Im ersten Kampf wurde der Köllerbacher Liridon Avdyli gegen den Tahir Zaidov disqualifiziert, und Köllerbach lag mit 0:4 zurück. Direkt im Gegenzug konnte Dimitar Kumchev auf 3:4 verkürzen.

Dann kam der Auftritt des Mongolen Naranbaatar Bayaraa im Freistil in der Klasse bis 60 Kilogramm. Nachdem der Mainzer Atmir Khromov die ersten beiden Runden gewinnen konnte, konterte Bayaraa mit einem 5:2 in der dritten Runde. Der Russe musste wohl zu viel Gewicht machen und konnte danach kaum noch stehen. "Klar geben die Mainzer in so einer Situation nicht auf. Er hatte ja auch schon zwei Runden gewonnen. Aber Bayaraa hat genau das Richtige gemacht und ihn ausgehebelt", erklärte Geid. Der Mongole gewann die vierte Runde mit 7:0, bevor der Mainzer doch noch aufgeben musste. So wurde dieser Kampf mit 4:0 für den KSV gewertet.

Björn Holk unterlag vor der Pause noch seinem Mainzer Kontrahenten. Allerdings konnte Tomasz Swierk die KSV-Führung vor der Pause wiederherstellen (10:7).

Konstantin Völk und Martin Daum mussten sich beide nach der Pause mit 0:3 und 1:3 geschlagen geben, so dass nun wieder Mainz vorne lag (13:11). Und so lastete viel Verantwortung auf Jan Fischer, der gegen Dominique Engel punkten musste. Und das tat er - und brachte seine Mannschaft mit 14:13 in Führung. "Das war einfach Taktik. Umso schöner, dass sie am Ende aufgegangen ist", freute sich Jan Fischer, der genau wusste, was er tat.

Konstantin Schneider konnte seinen Kampf ebenfalls souverän mit 3:0 gewinnen, so dass Andrij Shyyka nur noch eine Runde gewinnen musste. Shyyka wollte am Ende mehr, gewann die ersten beiden Runden, musste jedoch die anderen drei an Olegk Motsalin abgeben. Letztlich spielte das aber keine Rolle mehr.

"Wir konnten uns heute für die Niederlage in Mainz revanchieren", freute sich Geid und erinnerte an den schwachen Saisonstart. Optimistisch fügte er hinzu: "Unser Ziel ist ja nicht der erste Platz, das bringt uns für die Meisterschafts-Endrunde nicht viel." Trotzdem war es am Samstag der siebte Sieg in Folge - und der war deshalb so wichtig, weil Mainz ein direkter Konkurrent um die ersten vier Plätze ist. Die ersten Vier dürfen ins Viertelfinale, und der KSV Köllerbach ist durch den Sieg gegen Mainz, das ohne den Ex-Köllerbacher Jurij Kohl antrat, nun auf den zweiten Platz der Bundesliga West geklettert.