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KSV Köllerbach gewinnt Saarderby in Ringer-Bundesliga gegen ASV Hüttigweiler

31:0 gegen den ASV Hüttigweiler : Köllerbachs deutliche Ansage an die Konkurrenz

Der KSV gewinnt das Saarderby in der Ringer-Bundesliga gegen den ASV Hüttigweiler mit 31:0. Glänzende Auftritte der Neuzugänge.

Das war eine echte Ansage – nicht nur, aber vor allem auch an die Konkurrenz. „Wir wollten unseren Zuschauern und den Sponsoren zeigen, dass mit dem KSV Köllerbach in diesem Jahr zu rechnen ist“, sagte Thomas Geid, der Mannschaftsverantwortliche des KSV, nach dem 31:0 (!) im Saarderby gegen den ASV Hüttigweiler. Dabei enttäuschten die Gäste vor 250 Zuschauern in der Kyllberg­halle nicht im geringsten, sie hatten nur gegen die bärenstark aufgestellten Hausherren keine Chance.

Horst Lehr, schon im zweiten Jahr beim KSV, aber wegen des Abbruchs der Vorsaison mit dem Heimdebüt, brauchte in der Klasse bis 57 Kilo Freistil gerade einmal 53 Sekunden für einen technisch überlegenen Punktsieg gegen Florian Dauster. Neuzugang Peter Öhler (130 Kilo griechisch-römisch) benötigte gegen den tapferen Till Bialek 4:19 Minuten für das gleiche Ergebnis. „Es hat richtig viel Spaß gemacht, vor den Leuten zu performen“, sagte der Polizist aus dem Schwarzwald, „die Fans haben mich mit offenen Armen empfangen. Wir sind mit voller Kapelle aufgelaufen, und nun ist jedem klar, dass wir dieses Jahr ernst machen wollen.“

Mit dem türkischen Olympiateilnehmer Kerem Kemal wurde eine echte Waffe für die 61 Kilo Greco verpflichtet. Nach drei großartigen Techniken und 34 Sekunden drückte der Neuzugang Artiom Deleanu auf beide Schultern. Und auch der dritte Neue zeigte, dass er eine Verstärkung sein kann. Gegen den unangenehm zu ringenden Denis Balaur setzte sich der KSV-Bulgare Ahmed Bataev (98 Kilo Freistil) mit 6:2 Punkten durch. „Wir wissen, was wir an den drei Jungs haben“, sagte Geid, „sie sind sportlich und menschlich eine Bereicherung.“

Spektakel-Ringen boten Valentin Seimetz (KSV) und der erst 19 Jahre alte Ruhan Rasim in der Klasse bis 66 Kilo Freistil. Am Ende setzte sich der erfahrenere Köllerbacher mit 14:8 durch. „Man merkt, dass fast allen ein Jahr Wettkampfpraxis fehlt“, sagte Seimetz, „da sind schon noch ein paar Stocker im Bewegungsablauf drin.“

Nach der Pause legten Tarek Abdeslam (86 Kilo Greco) gegen Mathis Jochum, Marc-Antonio von Tugginer (71 Kilo Greco) gegen Jan Wolfanger und Miroslav Kirov (80 Kilo Freistil) gegen Alexandru Burca für den KSV nach, ehe die Galionsfigur des Köllerbacher Ringens die Matte betrat: Andrij Shykka (75 Kilo Freistil) ließ Luca Taibi erst etwas mitringen, dann zeigte er seine ganze Routine. Nach 2:28 Minuten lag Taibi auf den Schultern. „Ich fühle mich gut, aber es könnte die letzte Saison werden“, so Shyyka, „mal sehen, wie es läuft.“ Nachdem auch Timo Badusch gegen Urs von Tugginer (75 Kilo Greco) drei Mannschaftspunkte eingefahren hatte, war allen klar: Für den KSV läuft vieles Richtung Finale.

„Ich habe meinen Jungs gesagt, sie sollen rausgehen und Spaß haben“, sagte Hüttigweilers Trainer Christoph Gall, „das war für uns eine Trainingseinheit mit Gegnern auf internationalem Niveau.“ Einziger Wassertropfen im edlen Köllerbacher Wein ist der aktuell an Krücken gehende Etienne Kinsinger. „Ich hatte eine schmerzhafte Knochenabsplitterung im Mittelfuß, die operiert werden musste. Das war aber schon länger geplant“, so der Greco-Spezialist, „für die Endrunde will ich wieder fit sein.“

Der KV Riegelsberg unterlag am Samstag bei der RKG Freiburg deutlich mit 5:23. Der AC Heusweiler hatte kampffrei.