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Kreisliga A: Wie die Spvgg. Merzig den Spaß am Fußball neu entdecken will

Fußball-Kreisliga : Den Spaß am Fußball neu entdecken

In der Kreisliga A Untere Saar sieht die Spvvg. Merzig nach schwierigen Jahren endlich Licht am Ende des Tunnels.

Wenn man Menschen für ein Ehrenamt begeistern will, erntet man oft nur ein Abwinken. Wenn man dann auch noch versucht, Menschen für ein Ehrenamt in einem Verein, der über Jahre nur Prügelknabe war, zu gewinnen, wird diese Aufgabe noch um ein vielfaches schwerer.

Dennoch ist es Achim Schu mit einem motivierten Team im Frühjahr 2019 gelungen, die Spielvereinigung Merzig neu aufzustellen und somit die fußballerische Zukunft der Kreisstädter zu sichern.

Schu war elf Jahre lang bei der Spielvereinigung Faha-Weiten als Vorsitzender tätig, ehe er dem Ruf nach Merzig folgte. „Ich bin dem Verein verbunden und wusste genau, auf was ich mich einlasse. Es ist uns gelungen, ein schlagkräftiges Team aufzustellen, das das Überleben des Vereins sichert. Mein Dank geht an die Spieler, die in schweren Zeiten da waren und unser Trikot getragen haben“, sagt Schu, dessen Verein in den vergangenen drei Spielzeiten nur zwei Ligen-Partien gewonnen hatte.

Doch direkt nach der Wahl des neuen Vorstandes wurde dem Verein neues Leben eingehaucht. Auch sportlich wurde der Neustartknopf gedrückt. „Wir haben Jörg Reimsbach kontaktiert, um ihn als neuen Trainer zu gewinnen. Er ist ein Merziger Urgestein und hat zugesagt, zu helfen. Er kennt Land und Leute und es ist uns gelungen, insgesamt 26 neue Leute zu bekommen“, so Schu.

Zusammen mit den verbliebenen Spielern konnten zwei Mannschaften gemeldet werden. Und auch im Jugendbereich tat sich einiges: Die Abteilung schickt sechs Mannschaften ins Rennen, bei der C-Jugend in einer Spielgemeinschaft mit Hilbringen/Merchingen. „Thomas Klein ist für unsere B-Jugend verantwortlich und macht dort einen tollen Job. Da sehen wir Potenzial für unsere Aktiven“, lobt der Vorsitzende.

Und was sind die Ziele des Trainers? „Dass wir im ersten Jahr ganz oben mitspielen, ist illusorisch. Sicherlich wollen wir unsere Spiele gewinnen, aber wir sind im ersten Jahr in einer Findungsphase, da kommt es nicht nur auf die Ergebnisse an“, sagt Reimsbach. Der ehemalige Torhüter will die Sache in Merzig langfristig angehen, möchte den Verein konsolidieren und in der Kreisstadt wieder die Lust auf Fußball wecken. „Ich will Erfolg und Spaß vermitteln. Die Zeichen, die die Mannschaft sendet, sind durchaus positiv.“ Vielleicht ja auch am Sonntag. Dann empfängt der Tabellenzehnte um 16 Uhr den unteren Tabellennachbarn SG Obermosel.