Kreisliga A Blies: Wie verkraftet Linxweiler den Abstiegsschock?

Fußball-Kreisliga : Wie verkraftet Linxweiler den Abstieg?

Vor zwei Jahren war die SG Linxweiler als Vierter noch ein Top-Team der Fußball-Bezirksliga St. Wendel. Jetzt ist die Mannschaft in die Kreisliga A Blies abgestiegen. Ob die SG direkt wieder aufsteigen kann, scheint fraglich. Es gibt viele Titelfavoriten.

Manchmal erscheint es den Verantwortlichen noch wie ein böser Traum: Die SG Linxweiler spielt diese Saison in der Fußball-Kreisliga A Blies. Eine Tatsache, an die sich die Verantwortlichen des Clubs erst einmal gewönnen müssen. Denn die SG stieg vergangene Saison völlig überraschend aus der Bezirksliga St. Wendel ab. „Damit hatten wir nicht gerechnet. Das war schon ein Schock“, gibt der Spielausschuss-Vorsitzende Sven Kunkel zu.

Selbst nach dem letzten Saisonspiel war man in Ober- und Niederlinxweiler noch optimistisch, die Liga zu halten. „Es gab für uns in den Aufstiegsspielen gleich mehrere Optionen, durch die wir in der Klasse geblieben wären. Aber keine hat gezogen“, erklärt Kunkel kopfschüttelnd. Der drittletzte Platz hätte dem Team von Trainer Dirk Cullmann zum Ligaverbleib gereicht, wenn nicht in den angesprochenen Aufstiegsspielen mehrerer Ligen alles gegen die SG gelaufen wäre.

Endgültig fest stand Linxweilers Abstieg, nachdem der 1. FC Niederkirchen am 5. Juni das Finale der Aufstiegsrunde zur Bezirksliga im Nord/Ost-Bereich gegen die SG Ommersheim-Erfweiler/Ehlingen mit 4:2 gewonnen hatte und dadurch einen Platz in der Bezirksliga St. Wendel bekam.

So muss sich Linxweiler nun damit abfinden, dass die Spielgemeinschaft vorerst in der untersten Liga um Punkte kämpft. Das soll allerdings kein Dauerzustand bleiben. „Die beiden Orte zusammen haben 5500 Einwohner. Alleine schon deshalb wollen wir in die Bezirksliga zurück. Zumal diese Klasse mit vielen Derbys ungeheuer attraktiv für uns war“, erklärt Kunkel.

Ob Linxweiler die Rückkehr aber schon in dieser Runde schafft? Da ist Kunkel noch ein wenig skeptisch. „Wir haben keine schlechte Mannschaft, aber als Favoriten sehe ich eher die SF Winterbach, die sich gut verstärkt haben. Oder auch die SF Dörrenbach, die uns in der Vorbereitung zwei Mal geschlagen haben“, erklärt der 43-Jährige.

Zwar konnte Linxweiler trotz des Abstiegs viele Spieler halten, es gab aber auch schwerwiegende Abgänge. So sind Lars Bieringer und Kevin Wachter zu Saarlandligist FSG Ottweiler-Steinbach gewechselt. Verstärkt hat sich die Cullmann-Elf im Gegenzug mit Blerim Mustafa (SG Hoof-Osterbrücken) und Maximilian Klos (SG Hirzweiler-Welschbach). Linxweiler startet am Sonntag, 4. August, um 15 Uhr beim FC Uchtelfangen II in die neue Runde.

Bereits einen Tag früher greift der zweite Bezirksliga-Absteiger in der Kreisliga A Blies, die SF Winterbach, ins Spielgeschehen ein. Am Samstag, 3. August, um 16.15 Uhr erwarten die Sportfreunde zum Kirmesspiel den 1. FC Lautenbach II.

Vor dem Saisonstart macht Thorsten Kunz, der die Sportfreunde diese Saison gemeinsam mit Giuseppe Mangiardi trainiert, keinen Hehl daraus, dass die Rot-Weißen die direkte Bezirksliga-Rückkehr anpeilen. „Mit der Mannschaft, die uns diese Saison zur Verfügung steht, wären wir in der vergangenen Spielzeit nicht abgestiegen“, ist sich der 39-Jährige sicher. „Deshalb muss es schon unser Anspruch sein, um die Meisterschaft mitzuspielen.“

Neben Spielertrainer Mangiardi (kam von der SG Marpingen-Urexweiler II) hat Winterbach unter anderem noch Nico Frank (1. FC Niederkirchen), Michael Müller und Sascha Hammer (beide Marpingen-Urexweiler II) sowie Christian Hahn (TuS Nohfelden) verpflichtet.

Als Hauptkonkurrenten im Kampf um den Titel hat Kunz neben Dörrenbach noch den SV Leitersweiler und den TuS Fürth auf dem Schirm. Leitersweiler verpasste als Tabellendritter der Vorsaison nur haarscharf die Aufstiegsrunde zur Bezirksliga. Fürth beendete die Spielzeit auf Rang vier. Mit Torwart Jan Stemmler (von Landesligist SVGG Hangard) kann Fürth einen, zumindest bei jüngeren Fußballern, prominenten Neuzugang vermelden. Der 24-Jährige ist für den bekannten Youtube-Kanal „Freekickerz“ aktiv, bei dem Hobbyfußballer in verschiedenen Wettbewerben wie Freistoß- oder Elfmeterschießen gegen bekannte Profis antreten.

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