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Konzentrierter, konsequenter, effektiver

Konzentrierter, konsequenter, effektiver

Dortmund geht mit dem Ballast der 1:2-Niederlage im Revier-Derby bei Schalke ins Champions-League-Spiel beim RSC Anderlecht. Es läuft nicht rund beim Vize-Meister. Trainer Jürgen Klopp fordert: „Jetzt müssen Ergebnisse her.“

Mats Hummels hat genug vom Gerede über Defensiv-Chaos und Derby-Pleite. Der Weltmeister und Kapitän des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund geht in die Offensive: "Wir werden in Anderlecht unsere Aufholjagd starten." In der Champions League will der Vize-Meister seine Krise beenden. Im zweiten Gruppenspiel heute beim belgischen Rekordmeister RSC Anderlecht (20.45 Uhr/ZDF ) soll der zweite Sieg her. Hoffnung macht die Auswärtsstärke. Von den vergangenen sechs Gruppenspielen auswärts verlor Dortmund nur eines.

Der BVB zeigte auch beim Auftaktsieg gegen den FC Arsenal (2:0), was er drauf hat. Doch der besten Saisonleistung "nahe der Perfektion", so Trainer Jürgen Klopp , folgte der Einbruch mit sechs Gegentoren in den vergangenen drei Bundesliga-Spielen, in denen Dortmund nur einem Punkt holte. "Jetzt müssen Ergebnisse her", appellierte Klopp. Er kritisierte: "Wir kriegen Tore, die so nicht fallen dürfen und mit Taktik nichts zu tun haben. Wir müssen konzentrierter, konsequenter und effektiver spielen."

Der lange angeschlagene Innenverteidiger Hummels, der im Revier-Derby am Samstag bei Schalke 04 (1:2) erstmals seit dem WM-Triumph in der Startelf stand, ist davon überzeugt, "dass wir in Anderlecht wieder ein besseres Gesicht zeigen werden".

Es läuft es nicht rund bei der Borussia. Die nicht eingespielten Formationen in einem Spielsystem, das auf Automatismen basiert, der hohe Aufwand in jedem Spiel, dazu das Verletzten-Dilemma und individuelle Aussetzer - das kann Dortmund derzeit nicht auffangen. Vermisst wird der kreative Impuls aus dem Mittelfeld heraus. Obwohl nach seiner Rückkehr von Manchester United zur Borussia nicht zu 100 Prozent fit, lastet die Verantwortung auf Shinji Kagawa - und auf dem genesenen Sebastian Kehl . Der 18,5 Millionen Euro Ablöse teure Ciro Immobile, der Anpassungsprobleme zeigt und nur durch sein Tor zum 1:0 gegen Arsenal auffiel, wird in der Partie beim seit elf Pflichtspielen unbesiegten Tabellenführer der ersten belgischen Liga wohl auf der Bank sitzen. "Er braucht Zeit, wir geben sie ihm", sagt Klopp immer wieder. Zeit hat der BVB aber derzeit eigentlich nicht.