Konkurrenzkampf beim FCS schreckt Euschen nicht ab

Kostenpflichtiger Inhalt: Fußball : Der Konkurrenzkampf schreckt Euschen nicht ab

Der ehemalige Jugendspieler kehrt zum 1. FC Saarbrücken zurück und hofft auf viel Einsatzzeit. In der 2. Liga hatte er keine Chance erhalten.

Mit Lukas Quirin (zum FSV Mainz 05 II) hat Fußball-Regionalligist 1. FC Saarbrücken am Montag ein Talent aus den eigenen Reihen ziehen lassen. Doch kurz danach konnte Sportdirektor Marcus Mann die Rückkehr eines anderen ehemaligen Saarbrücker Jugendspielers vermelden: Cedric Euschen kam auf Leihbasis vom Zweitligisten SV Wehen Wiesbaden.

„Die Möglichkeit hatte sich erst übers Wochenende ergeben, und auch am Montag ging es noch zwei Mal hin und her“, erzählt Mann über den Last-Minute-Transfer: „Wir haben natürlich alle Spieler auf dem Schirm, die bei uns in der Jugend ausgebildet wurden und nun woanders spielen. Cedric ganz besonders, denn ihn hätte ich damals schon gerne behalten.“

In der U19 entschied sich der Saarländer aber zum Wechsel in die U23 des 1. FC Nürnberg. „Mit 18 von zuhause weg ist schon schwer. Aber es prägt auch. Man lernt für sich selbst zu kochen und auch alle anderen Dinge zu regeln“, sagt Euschen. Es wirkt, als sei der Junge, der damals das Saarland verließ, als Mann zurückgekehrt. Diese Entwicklung hat sicher auch mit seiner sportlichen Geschichte zu tun.

„Ich bin ja mit einem Kreuzbandriss nach Nürnberg. Das erste Jahr war fast nur Reha. Das war verdammt schwer“, erinnert sich Euschen. Vier Einsätze gab es im ersten, 30 dann im zweiten Jahr in der Regionalliga Bayern. Dabei erzielte Euschen sieben Tore. Genug, um das Interesse des Zweitligisten aus Wiesbaden zu wecken. Doch nach dem schlechten Start mit nur einem Punkt aus fünf Spielen hat man dort nachpersonalisiert, Euschens Chancen auf Einsatzzeit waren deutlich gesunken. „Die haben jetzt einen 30-Mann-Kader“, sagt der FCS-Neuzugang: „Ich bin froh, wieder hier zu sein. Außer neuer Farbe an der Wand hat sich auch nicht viel verändert. Und von der Mannschaft kenne ich auch noch Manuel Zeitz, Mario Müller, Steven Zellner und Markus Mendler. Die waren schon dabei, als ich mal reinschnuppern durfte.“

Dass der Kader des FCS hochklassig besetzt ist, ist dem 21-Jährigen bewusst. Doch es schreckt ihn nicht ab. „Konkurrenz belebt doch das Geschäft, sagt man. Und im Fußball gibt es überall Konkurrenzkampf. Ich bin gekommen, um meinen Teil zum großen Ziel beizutragen“, sagt Euschen. Von der Qualität seiner Verpflichtung ist Sportdirektor Mann jedenfalls überzeugt: „Cedric bringt Dinge mit, die uns weiterhelfen. Sein Schwung, sein Ehrgeiz, seine Geschwindigkeit. Es war immer klar, dass wenn wir im Kader noch was ergänzen, dann für die Offensive. In unserem 3-5-2-System sehe ich Cedric im Sturm oder als hängende Spitze, im 4-4-2 kann er auch beide Außenbahnen bedienen.“

Euschen muss nun schnell die Abläufe auf dem Platz kennenlernen. Sein Vorteil ist, dass er noch bis Sonntag in Wiesbaden voll mittrainiert hat. „Körperlich bin ich absolut fit. Ob ich am Samstag gegen Hoffenheim dabei bin, wird der Trainer entscheiden“, sagt Euschen.

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