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| 20:07 Uhr

Kommt Raúl? - Bayern genervt von Gerüchten

München. Selbst Joachim Löw äußerte so etwas wie Mitleid mit seinem Kollegen Jupp Heynckes. "Diese Diskussionen sind auch für ihn vermutlich nicht ganz einfach", sagte der Bundestrainer

München. Selbst Joachim Löw äußerte so etwas wie Mitleid mit seinem Kollegen Jupp Heynckes. "Diese Diskussionen sind auch für ihn vermutlich nicht ganz einfach", sagte der Bundestrainer. Auch wenn das Thema Pep Guardiola bei Bayern München inzwischen auf dem Index steht: Dass darüber viel geredet und noch mehr spekuliert wird, kann der deutsche Fußball-Rekordmeister nicht verhindern.Ständig gibt es Gerüchte über Stars, die mit den Bayern in Verbindung gebracht werden. Auch der künftige Trainerstab des spanischen Erfolgscoaches bestimmt die Schlagzeilen. Alle im Umfeld würden "durchdrehen", sagte Präsident Uli Hoeneß über das Medienspektakel.

Da kann Hoeneß noch so oft betonen, dass Guardiola doch erst ab dem 1. Juli in München arbeiten wird und die Bayern "noch eine wichtige Rückrunde" vor sich haben - Guardiola bleibt allgegenwärtig. "Wer jetzt da demnächst die Eckfahnen trägt oder die Bälle aufpumpt, ist mir so egal wie noch was", sagte Hoeneß entsprechend genervt und tat Spekulationen über Raúl als "lächerlich" ab. Der 35-Jährige, einst bei Real Madrid und Schalke aktiv, wird immer wieder als Assistent von Guardiola gehandelt, den er aus gemeinsamen Nationalmannschafts-Zeiten in Spanien gut kennt. Auch der Name von Stefan Effenberg fällt wiederholt. Der 45-Jährige hat seine Fußballlehrer-Lizenz abgeschlossen und ist mit Bayerns Sport-Vorstand Matthias Sammer befreundet. "Es ehrt mich. Ich weiß, dass der FC Bayern keinen großen Trainerstab mehr will. Es kommt, wie es kommt", erklärte Effenberg.

Die besten Chancen, wie schon in Barcelona an der Seite von Guardiola zu arbeiten, werden aber Manel Estiarte (51) eingeräumt. Der frühere Wasserball-Star galt schon bei Barca als engster Vertrauter des Trainers. Offen ist deshalb auch die Zukunft der beiden bisherigen Heynckes-Assistenten Hermann Gerland und Peter Herrmann. Fakt ist bisher nur, dass Guardiola zwei Mitarbeiter nach München mitbringen will. Über Details werde man sich in den kommenden Wochen unterhalten, sagte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Dies gelte auch für die Planung des Kaders. Doch auch da werden fast täglich neue Namen genannt. Der brasilianische Jungstar Neymar vom FC Santos ist einer davon. Der 20-Jährige gilt als Fan von Guardiola, sein Marktwert liegt bei 40 Millionen Euro. Spekulationen gibt es aber auch um den momentanen Kader der Bayern: Wer darf bleiben, wen sortiert Guardiola eventuell aus? "So, wie ich ihn verstanden habe, ist er der Ansicht, dass unsere Mannschaft nicht mit vielen Spielern verstärkt werden muss - er will mit unseren Spielern arbeiten, sie gefallen ihm", sagte Hoeneß.

Dass der Hype um Guardiola die Ziele des deutschen Fußball-Rekordmeisters gefährden könnte, glaubt der aktuelle Bayern-Trainer Jupp Heynckes nicht. "Die Jungs sind super. Wir haben nicht nur ein Verhältnis Trainer/Mannschaft. Das ist mehr. Das ist von Respekt geprägt. Es ist vertraut. Deshalb habe ich keine Zweifel, dass wir unser Ziel erreichen", sagte der 67-jährige Trainer.

"Wer jetzt da demnächst die Eckfahnen trägt oder die Bälle aufpumpt, ist mir so egal wie noch was."

Bayern-Chef

Uli Hoeneß

Hintergrund

Vor der Bekanntgabe seines Engagements als Trainer von Bayern München hat Pep Guardiola den Kontakt zu seinem Lehrmeister Johan Cruyff gesucht. "Er wollte mir persönlich mitteilen, dass er in der nächsten Saison Bayern betreuen wird. Ich habe den Anruf als sehr außergewöhnlich empfunden, genauso wie seine Entscheidung", schrieb das niederländische Fußball-Idol in einer Telegraaf-Kolumne.

Cruyff habe Guardiola überschwänglich gratuliert. Ihm gefalle, dass der Spanier "irgendwo anders mehr hätte verdienen können". Doch die Wahl für Bayern "zeigt deutlich, dass er auf sein Fußballherz gehört hat. Das finde ich gut." sid