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Königsblau liebt den Neuen

Königsblau liebt den Neuen

Im Umfeld der Königsblauen sind alle begeistert von Roberto Di Matteo. Der Italo-Schweizer warnt allerdings vor dem Spiel der Schalker gegen Hertha BSC davor, Wunderdinge zu erwarten:

Roberto Di Matteo fiebert seinem Debüt entgegen, doch schon vor dem Heimspiel des FC Schalke 04 in der Fußball-Bundesliga an diesem Samstag (18.30 Uhr) gegen Hertha BSC liegt dem Italo-Schweizer ganz Königsblau zu Füßen. "Di Matteo ist total aufgeladen", sagt Vereins-Chef Clemens Tönnies der Bild und begründet seine Euphorie: "Wenn um 14.30 Uhr trainiert wird, dann ist er schon um 7.45 Uhr auf Schalke. Er arbeitet sehr konzeptionell und plant alles ganz genau durch."

Torhüter Ralf Fährmann bezeichnet den Nachfolger des in der vergangenen Woche beurlaubten Jens Keller als "eine Autoritätsperson, die genau weiß, was sie will. Er sagt jedem, was er erwartet und legt viel Wert auf Taktik und Technik." Auch Weltmeister Benedikt Höwedes , der nach seiner Verletzungspause vor der Rückkehr steht, zeigt sich angetan von dem 44-Jährigen: "Er ist ein ruhiger Typ, der klare Anweisungen erteilt, klare Vorstellungen hat und ein klares Spielsystem verfolgt. Er strahlt unheimlich viel Ruhe aus."

Bei aller Begeisterung um Di Matteo zählt gegen die Berliner nach dem unbefriedigenden Start in der Fußball-Bundesliga aber nur ein Sieg. "Es ist ein guter Zug drin, es sind Veränderungen erkennbar. Deswegen haben wir das Spiel noch nicht gewonnen, aber die Rahmenbedingungen sehen gut aus", sagt Sportvorstand Horst Heldt zufrieden.

Di Matteo will die Königsblauen mit einem verbesserten Defensiv-Verhalten wieder in die Erfolgsspur bringen. "Wir wollen aus einer gut organisierten Defensive offensiv spielen", sagt der ehemalige italienische Nationalspieler. Er warnt allerdings davor, Wunderdinge zu erwarten: "Wir müssen kleine Schritte machen und kleine Änderungen vornehmen, damit die Mannschaft Sicherheit bekommt. In der Offensive haben wir ein großes Potenzial, in der Organisation müssen wir uns aber verbessern." Das zeigt auch die Zahl von zwölf Gegentoren in sieben Spielen.

In den vergangenen Tagen hat Di Matteo mit den Spielern viele Gespräche geführt und immer wieder taktische Dinge einstudiert. "Die Spieler", stellt Di Matteo fest, "haben sich sehr willig gezeigt". Der Trainer ist knapp 23 Monate nach seinem bisher letzten Engagement beim FC Chelsea richtig heiß auf sein Debüt auf Schalke. "Ich freue mich so sehr auf das Spiel. Die Arena ist ein wunderschönes Stadion. Die Atmosphäre wird unglaublich sein", sagt Di Matteo, der bei den Berlinern in Stürmer Salomon Kalou auf einen alten Bekannten trifft. 2012 gewannen sie mit Chelsea gemeinsam die Champions League gegen Bayern München (4:3 im Elfmeterschießen).

"Salomon ist ein Spieler, der einer Abwehr große Probleme bereiten kann", sagt Di Matteo über seinen ehemaligen Schützling. Aber auch Kalou hat eine hohe Meinung von Di Matteo: "Roberto ist ein guter Trainer und ein großartiger Mensch. Wir hatten eine besondere Beziehung." Diese wird am Samstag für 90 Minuten ruhen. "Der Bessere möge gewinnen. Ich hoffe natürlich, dass wir das sein werden", sagt Kalou, der sich zum Anführer der Hertha entwickelt hat.