Köllerbach ist zum Siegen verdammt

Köllerbach · Am Wochenende müssen die Ringer des KSV Köllerbach gleich zweimal ran. Dabei muss gegen den direkten Konkurrenten Ispringen ein Sieg her, um überhaupt noch Chancen auf die Halbfinal-Teilnahme zu haben.

 Köllerbachs Kapitän Jan Fischer (blau) ist stark in Form. Er gewann jeden seiner Endrundenkämpfe. Foto: Iris Bauer

Köllerbachs Kapitän Jan Fischer (blau) ist stark in Form. Er gewann jeden seiner Endrundenkämpfe. Foto: Iris Bauer

Foto: Iris Bauer

Es sieht nicht gut aus für Ringer-Bundesligist KSV Köllerbach . Nach der 8:13-Heimniederlage am vergangenen Samstag gegen den Tabellenführer der Endrundengruppe A, Germania Weingarten, braucht der KSV am Doppelkampftag am kommenden Wochenende zwei Siege, um Chancen auf das Erreichen des Halbfinals zu haben.

Am Samstag ist zum Auftakt der Rückrunde der KSV Ispringen im Püttlinger Trimm-Treff zu Gast (19.30 Uhr), der direkte Konkurrent um Rang zwei. Keine 24 Stunden später stehen die Köllerbacher wieder auf der Matte - dann bei der in der Endrunde sieglosen RWG Mömbris-Königshofen (15 Uhr). Das klingt nach Stress. Mannschaftsleiter Thomas Geid sieht das aber entspannt: "Es ist ja nicht unser erster Doppelkampftag. Außerdem haben wir mit der Rückrundenaufstellung alle bisherigen Saison-Kämpfe gewonnen und gehen selbstbewusst an die beiden Aufgaben."

In der Rückrunde werden die Stilarten in den Gewichtsklassen gewechselt. Davon profitierte der KSV Köllerbach im bisherigen Saisonverlauf - und ist daher in der Rückrunde stärker einzuschätzen als in der Hinrunde. Am Samstag muss er gegen Ispringen gewinnen, sonst ist das Ausscheiden für die Saarländer nicht mehr abzuwenden. Im besten Fall gewinnt die Mannschaft von Geid höher als Ispringen im Hinkampf (13:8). Dann hätte Köllerbach den direkten Vergleich gegen Ispringen gewonnen und wäre bei einem Sieg gegen Mömbris und einer gleichzeitigen Niederlage der Ispringer gegen Weingarten schon am Sonntag für das Halbfinale qualifiziert. Sollte der direkte Vergleich verloren gehen, wäre wohl ein Punktgewinn gegen Weingarten Pflicht. Dieser Kampf findet zum Abschluss der Hauptrunde am 19. Dezember um 19.30 Uhr in der Germania-Halle statt.
"Alle Kämpfe sehr eng"

"Auf dem Niveau sind alle Kämpfe sehr eng. Es wird darum gehen, die einzelnen Niederlagen niedriger zu halten als am Samstag. Da haben wir in drei Kämpfen zehn Mannschaftspunkte gegen uns kassiert", erklärt Geid. Er glaube aber nach wie vor, dass seine Mannschaft das Halbfinale erreichen kann. Sonst bräuchte sie ja schließlich nicht mehr zu den Kämpfen anzutreten.

Beim letzten Heimkampf der Endrunde trifft am Samstag auch ein alter Bekannter auf die Köllertaler: Konstantin Schneider kämpfte von 2002 bis 2012 für den KSV und kehrt im Alter von 40 Jahren mit der Ispringer Bundesliga-Riege ins Saarland zurück. "Ich denke, wir sind professionell genug, um mit seiner Rückkehr umzugehen", sagt Geid über den kommenden Auftritt von "Kosta", wie Schneider genannt wird. Schon im Hinkampf war er auf der Matte, unterlag aber Jan Fischer mit 1:3. Der hat in der Endrunde jeden seiner Kämpfe gewonnen - aus Köllerbacher Sicht darf das so bleiben. Mit seinen Siegen und der Stil-Umstellung erreicht der KSV vielleicht doch noch das Halbfinale um die deutsche Meisterschaft.