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Fußball-Regionalliga Südwest
Köksal belebt die SVE, auch Stevanovic ist zurück

Fatih Köksal spielt stark nach seiner Verletzungspause.
Fatih Köksal spielt stark nach seiner Verletzungspause. FOTO: Andreas Schlichter
Elversberg. Erleichterung in Elversberg nach 3:1 gegen Worms. Von Heiko Lehmann

So schnell kann es manchmal gehen im Fußball. Vor einer Woche pfiffen die Fans der SV Elversberg die Spieler noch aus und forderten lautstark, dass Trainer Roland Seitz nach Hause gehen solle. Am vergangenen Freitagabend jubelten sie und sangen „Oh, wie ist das schön“. Der 3:1-Sieg in der Fußball-Regionalliga Südwest gegen Wormatia Worms war Balsam auf viele Seelen, die in den zurückliegenden Wochen gelitten hatten.


Nach der Winterpause war die SVE nicht ins Rollen gekommen, gewann von zwölf Spielen gerade mal zwei. „Es freut mich einfach für die Jungs. Es ist schon eine Erleichterung“, sagte Seitz. Während der 1:0-Führungstreffer in der 39. Minute durch einen Kopfball von Kevin Maek der einzige Höhepunkt in der ersten Halbzeit war, drehte die SVE nach dem Seitenwechsel auf. 700 Zuschauer sahen im zweiten Durchgang die bislang beste Halbzeit unter Seitz. Frisch und ideenreich wirkte das Spiel der Saarländer, die mit Fatih Köksal einen neuen Motor im Spiel nach vorne haben. Der 22-Jährige ist direkt nach seiner achtmonatigen Verletzungspause in Topform und traf am Freitag auch ins Tor (52.). Das 3:0 bereitete Köksal mit einer genauen Flanke vor. Kevin Koffi verwertete die Kugel mit einem sehenswerten Flugkopfball (69.).

„Heute hat es mal wieder Spaß gemacht, der Truppe zuzugucken“, sagte Stürmer Moritz Göttel, der in der vergangenen Woche seinen Wechsel zum TSV Steinbach bekannt gab und nicht im Kader war. Auch Maek (FC Homburg) und Florian Bichler (Rot-Weiß Essen) verlassen die SVE. Neben Köksal war auch Aleksandar Stevanovic nach achtmonatiger Verletzungspause erstmals wieder im Kader, kam aber erst am Sonntag zum Einsatz. Bei der 0:3-Niederlage der U21 in der Saarlandliga gegen den TuS Herrensohr feierte Mittelfeldmann Stevanovic ein 57-minütiges Comeback.