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Knackige Anstiege, rasante AbfahrtenHier sind die besten Zuschauerpunkte

Knackige Anstiege, rasante AbfahrtenHier sind die besten Zuschauerpunkte

St. Ingbert. Da, wo normalerweise die Landesliga-Fußballer des FC Viktoria 09 St. Ingbert dem Ball hinterher jagen, ist einmal im Jahr der Nabel der deutschen Mountainbike-Welt. Immer im September, in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal, kommen hunderte von Zweirad-Artisten in das Gelände rund ums Betzentalstadion. Der Bank1Saar-Marathon des RSC St

St. Ingbert. Da, wo normalerweise die Landesliga-Fußballer des FC Viktoria 09 St. Ingbert dem Ball hinterher jagen, ist einmal im Jahr der Nabel der deutschen Mountainbike-Welt. Immer im September, in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal, kommen hunderte von Zweirad-Artisten in das Gelände rund ums Betzentalstadion. Der Bank1Saar-Marathon des RSC St. Ingbert ist bundesweit mit seinen drei unterschiedlich langen Streckenangeboten (27, 51 und knapp 100 Kilometer) längst eine richtig gute Hausnummer in der Reihe der großen Mountainbike-Veranstaltungen.Nachdem sich St. Wendel aus dem internationalen Rennkalender der Mountainbiker hat streichen lassen, ist die St. Ingberter Veranstaltung die hochkarätigste im Land. Die in diesem Jahr noch dadurch aufgewertet wird, dass der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) beim Hauptrennen am Sonntag - wie schon 2007 - die deutschen Marathon-Meister ermittelt. Start ist am Sonntag von 9 Uhr bis 9.30 Uhr. Der Meistertitel ist Garantie dafür, dass auch wirklich die besten Mountainbiker der Republik am Start sind. "Wenn alles gut läuft und das Wetter mitspielt rechnen wir wieder mit annähernd 1000 Teilnehmern", hofft Chef-Organisator Jörg Grünbeck vom RSC St. Ingbert.

Dabei beim heißen Ritt der Elitefahrer durchs Betzental sind etwa der deutsche Meister Moritz Milatz, Vizemeister Wolfram Kurchart, Karl Platt und der überlegene Sieger des letztjährigen Mountainbike-Marathons, Hannes Genze. Der startet bereits zum sechsten Mal in St. Ingbert und ist "richtig verliebt" in die Strecke, "denn mit ihren 100 Kilometern Länge und 2900 Höhenmetern, ihren knackigen Steigungen und rasanten Abfahrten ist das ein Traumrevier für jeden Mountain-Biker". Am Sonntag will Genze es noch mal ganz besonders wissen. Denn 2007, als es zum ersten Mal in St. Ingbert um Meistertitel ging, hatte der 29-Jährige aufgeben müssen, "weil ich damals wohl an meinen eigenen zu hohen Erwartungen gescheitert bin".

Bei den Frauen stand Wirbelwind Katrin Schwing bereits mehrmals ganz oben auf dem Treppchen in St. Ingbert. Sie will am Sonntag der deutschen Meisterin Adelheid Morath einen heißen Kampf um den Titel liefern und ihren Erfolg von 2007 bei der Premieren-DM in St. Ingbert wiederholen. Aber auch die Saarländerinnen Silke Schmidt aus Niederlinxweiler und Ex-Ruderin Nina Gäßler vom RSC St. Ingbert haben das Zeug dazu, in die vorderen Ränge zu fahren und bei den parallel durchgeführten Saarland-Meisterschaften ganz vorne zu landen. Bei beiden Titelvergaben mitmischen will auch Lokalmatador Sascha Schwindling vom RSC St. Ingbert.

Die überwältigende Mehrheit der Fahrer wird jedoch nur aus Spaß an der Freud an den Start gehen. "Die Strecke ist sie für jeden halbwegs geübten Mountainbiker gut zu schaffen", betont Jörg Grünbeck, sagt aber auch, "dass eine Grundfitness und -technik schon vorhanden sein muss". Auch für die Teilnehmer an der zum zweiten Mal durchgeführten Betriebsmeisterschaft auf der kurzen Strecke am Sonntag. Dafür lagen Mitte letzter Woche bereits 200 Meldungen vor.

"Es ist alles gerichtet, es kann losgehen", freut sich auch der RSC-Vorsitzende Bernhard Betz. 250 Helfer packen mit an, auf etwa 56 000 Euro beläuft sich der Etat. Den größten Anteil davon trägt wieder die Bank1Saar. "Wir tun es gern, weil wir im RSC St. Ingbert seit vielen Jahren einen zuverlässigen Partner haben", betont Marketingleiter Herbert Herget. Auch Oberbürgermeister Georg Jung und seine Verwaltung helfen gern bei Organisation und Finanzierung. "Denn eine bessere Werbung für die Stadt kann es nicht geben", sagt der OB. Und Jörg Grünbeck bedankt sich auch bei den zuständigen Förstern, "die alles getan haben, damit die Strecke in einem optimalen Zustand ist".

Los geht es im Betzental bereits am morgigen Mittwoch, wenn rund ums Stadion ab 9 Uhr erstmals die saarländischen Schulmeisterschaften ausgetragen werden. Organisator sind das St. Ingberter Leibniz-Gymnasium und der RSC St. Ingbert. Weiter geht's dann am Samstag ab 16 Uhr mit dem Kids-Race für die Nachwuchsfahrer von drei bis 14 Jahren. Der Samstag endet mit der Nudel-Party im Festzelt, wo es Gratis-Pasta für jeden gibt.St. Ingbert. Für die Zuschauer gibt es nicht nur während der Starts und Zieldurchfahrten im Betzentalstadion einiges zu sehen. An der Strecke selbst gibt es etliche "Knackpunkte", die jeweils nach kurzen Fußstrecken von den Parkplätzen aus leicht erreichbar und einsehbar sind. Besonders interessant sind das Laichweihertal in Oberwürzbach mit der "Totenkopfabfahrt" am Eichertsfels, die spektakuläre Technikabfahrt "DB-Trail" am Wildpark in Hassel oder im Bereich des Zielgeländes "Alfreds Falle" mit ihren Granaten-Kratern und etwa fünf Kilometer vor dem Ziel die "Kahlenbergauffahrt".

Die Strecken weisen teilweise ein Gefälle von bis zu 30 Prozent auf. Bei den halsbrecherischen Abfahrten sind sicher spektakuläre Szenen zu beobachten. Ein Streckenplan, auf dem diese Aussichtspunkte gekennzeichnet sind, hängt im Festzelt aus. Über die detaillierten Melde- und Startbedingungen gibt der Veranstaltungsprospekt Auskunft, der in allen Filialen der Bank1Saar erhältlich ist. Weitere Infos und Anmeldemöglichkeiten unter www.bank1saar-mtb.de oder www.br-timing.de. Nachmeldungen sind auch noch am Veranstaltungstag vor Ort möglich. Info-Nummer des Veranstalters RSC St. Ingbert: Tel. (0163) 7 65 34 22. kk

"Wenn das Wetter mitspielt, rechnen wir mit 1000 Teilnehmern."

 Wer sein Rad liebt, der schiebt. Radcross-Fahrer Hannes Genze (links) gewann im vergangenen Jahr den St. Ingberter Mountainbike-Marathon deutlich. Neben ihm bleibt auf unserem Bild aus dem Rennen in Homburg-Schwarzenbach Wenzel Böhm-Gräber im Sattel. Foto: mischa
Wer sein Rad liebt, der schiebt. Radcross-Fahrer Hannes Genze (links) gewann im vergangenen Jahr den St. Ingberter Mountainbike-Marathon deutlich. Neben ihm bleibt auf unserem Bild aus dem Rennen in Homburg-Schwarzenbach Wenzel Böhm-Gräber im Sattel. Foto: mischa
 Wer sein Rad liebt, der schiebt. Radcross-Fahrer Hannes Genze (links) gewann im vergangenen Jahr den St. Ingberter Mountainbike-Marathon deutlich. Neben ihm bleibt auf unserem Bild aus dem Rennen in Homburg-Schwarzenbach Wenzel Böhm-Gräber im Sattel. Foto: mischa
Wer sein Rad liebt, der schiebt. Radcross-Fahrer Hannes Genze (links) gewann im vergangenen Jahr den St. Ingberter Mountainbike-Marathon deutlich. Neben ihm bleibt auf unserem Bild aus dem Rennen in Homburg-Schwarzenbach Wenzel Böhm-Gräber im Sattel. Foto: mischa

Chef-Organisator Jörg Grünbeck vom RSC St. Ingbert