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Champions League in Belgrad
Feindbild Shaquiri bleibt zuhause

Liverpool. Liverpool verzichtet in Champions League aus politischen Gründen auf den Schweizer. sid

Trainer Jürgen Klopp verzichtet beim Champions-League-Spiel mit dem FC Liverpool bei Roter Stern Belgrad am heutigen Dienstag (18.55 Uhr/DAZN) aus politischen Gründen auf Profi Xherdan Shaqiri. Wegen der Spannungen zwischen Serbien und dem Kosovo hätte dem Schweizer Fußball-Nationalspieler mit kosovarischen Wurzeln in Belgrad ein feindseliger Empfang gedroht.


„Wir wollen uns dort zu 100 Prozent auf Fußball konzentrieren und nicht über irgendetwas anderes nachdenken, das ist alles“, sagte Klopp: „Shaq akzeptiert und versteht das. Er ist unser Spieler, wir lieben ihn, und er wird für uns noch sehr oft spielen, aber nicht am Dienstag.“ Der Trainer war bemüht, dem Thema die Brisanz zu nehmen und betonte, dass Liverpool damit „absolut keine politische Botschaft“ senden wolle.

Shaqiris Herkunft war im Fußball immer wieder Thema – auch, weil der 27-Jährige aus ihr kein Hehl macht. Bei der WM 2018 sorgte Shaqiri mit Teamkollege Granit Xhaka für Schlagzeilen, als sie ihre Tore gegen Serbien (2:1) mit der Doppeladler-Geste feierten. Der Weltverband Fifa ahndete dies mit einer Geldstrafe von 9000 Euro.