Klinsmann blickt schon auf nächste WM

Klinsmann blickt schon auf nächste WM

Nach dem bitteren WM-Aus im Achtelfinale gegen Belgien (1:2 nach Verlängerung) plant US-Trainer Jürgen Klinsmann schon für die Endrunde 2018 in Russland. Hoffnungsträger ist ein junger Spieler des FC Bayern München.

Nach der WM ist für Jürgen Klinsmann vor der WM. "Die Erfahrungen der letzten Wochen werden helfen, das Team für die nächste Weltmeisterschaft zu formen", sagte der US-Nationaltrainer nach dem Achtelfinal-Aus in Brasilien und blickte schon weit in die Zukunft. 2018 in Russland , bei der nächsten Endrunde, will der ehemalige Bundestrainer endlich den "schlafenden Riesen" wecken.

Als der 49-Jährige nach dem 1:2 (0:0) nach Verlängerung gegen Belgien gefragt wurde, ob er dann noch Trainer der Amerikaner sei, überlegte er nicht lange. "Ich denke, ja", sagte Klinsmann, dessen Vertrag bis 2018 läuft. Nur eine Stunde nach dem WM-Aus klang der Wahl-Kalifornier so, als wolle er am liebsten sofort wieder mit der Arbeit beginnen. Vom Gold Cup im nächsten Jahr sprach er, von der Copa America 2016 in den USA, den Olympischen Spielen in Rio - und natürlich der WM in Russland . Er schwärmte von den "aufregenden jungen Spielern, die nachkommen", und der Fußball-Begeisterung, die das Land erfasst habe.

Ein Vorgeschmack hatte Julian Green gegeben, der Regionalligaspieler von Bayern München . Den 19-Jährigen, der lediglich drei Minuten Profi-Erfahrung beim deutschen Rekordmeister hat, hatte Klinsmann in der Verlängerung eingewechselt, als alles verloren schien. Mit einem Traumtor (107.) gab der drittjüngste WM-Spieler seinem Team neue Hoffnung, die sich trotz eines fulminanten Schlussspurts dann aber doch nicht erfüllte. Und er gab einen Ausblick auf das, was in den nächsten Jahren im US-Fußball kommen soll. "Es macht Spaß zuzusehen, wie er wächst", sagte Klinsmann, der in DeAndre Yedlin (20) ein weiteres Talent eingewechselt hatte.

Ob Green und Co. reichen, die Lücke zu den großen Fußball-Nationen zu schließen, ist fraglich. Das weiß auch Klinsmann. "Wir versuchen, überall Spieler zu entwickeln", erklärte er, "wir schauen auf alle Amerikaner in der Welt, egal, welche zweite Staatsangehörigkeit sie haben."

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