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Kevin-Prince Boateng fährt zur WM

Kevin-Prince Boateng fährt zur WM

Paris. Der gebürtige Berliner Kevin-Prince Boateng steht im endgültigen Aufgebot von Deutschlands Gruppengegner Ghana für die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Zudem gehören die Bundesliga-Profis Hans Sarpei (Bayer Leverkusen), Isaac Vorsah und Prince Tagoe (beide 1899 Hoffenheim) dem 23-Mann-Kader von Nationaltrainer Milovan Rajevac an

Paris. Der gebürtige Berliner Kevin-Prince Boateng steht im endgültigen Aufgebot von Deutschlands Gruppengegner Ghana für die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Zudem gehören die Bundesliga-Profis Hans Sarpei (Bayer Leverkusen), Isaac Vorsah und Prince Tagoe (beide 1899 Hoffenheim) dem 23-Mann-Kader von Nationaltrainer Milovan Rajevac an. Der frühere deutsche U21-Nationalspieler Boateng, der im Trikot des FC Portsmouth mit seinem Foul im englischen Cup-Finale gegen den FC Chelsea (0:1) Deutschlands Kapitän Michael Ballack um die WM-Teilnahme gebracht hat, soll morgen im Testspiel gegen die Niederlande in Rotterdam sein Debüt geben. Rajevac geht ohne große Hoffnung in die WM. Er fürchtet ein Desaster, da Schlüsselspieler wie Michael Essien (FC Chelsea), der am Knie verletzt ist, fehlen. Zudem ist fraglich, ob Stephen Appiah (FC Bologna) und John Mensah (FC Sunderland) fit sein werden. "Das ist eine furchtbare Situation, weil die drei unsere Kapitäne gewesen sind", sagte Rajevac gestern. Der Serbe, der auf einige U20-Weltmeister zurückgreifen will, baut auf eine "kraftvolle Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern". Kevin-Prince Boateng soll eine wesentliche Rolle spielen. Der 23-Jährige, Halbbruder des deutschen Nationalspielers Jerome vom Hamburger SV, entschied sich 2009, nicht mehr für Deutschland, sondern für das Heimatland seines Vaters zu spielen. Ghana trifft in Gruppe D auf Serbien, Australien und Deutschland. "Die Gruppe ist schwer, aber die Weltmeisterschaft ist kein Wunschprogramm", sagte Rajevac. Unterdessen appellierte Appiah an die Mitspieler, nach Essiens Ausfall nicht die Köpfe hängen zu lassen. Er fügte nach einem Gespräch mit Essien hinzu: "Ich habe ihm gesagt, dass jedes Tor und jeder Sieg ihm gewidmet sein wird." dpa