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Kerbers Suche nach Konstanz

Kerbers Suche nach Konstanz

Die Rückkehr auf den Tennis-Thron schien für Angelique Kerber an diesem Abend in der kalifornischen Wüste unendlich weit weg. Nach dem Achtelfinal-Aus in der Nacht auf Mittwoch deutscher Zeit Indian Wells wirkte die 29-Jährige nicht nur enttäuscht über ihre Vorstellung, sondern auch ratlos. "Manchmal hat man solche Tage", sagte die Kielerin nach dem 3:6, 3:6 gegen Jelena Wesnina. Nach ihrem Superjahr 2016 sucht Deutschlands Top-Spielerin diese Saison weiter nach Konstanz.

Trotzdem, das war ja bereits nach der Absage von Branchenführerin Serena Williams klar, wird sich die zweimalige Grand-Slam-Siegerin am Montag auf Platz eins der Weltrangliste wiederfinden. Diese Aussicht sollte ihr bei dem Hartplatz-Turnier eigentlich Auftrieb verschaffen. Doch gegen die Nummer 15 der Welt aus Russland lief für Kerber so gut wie nichts nach Plan."Ich habe viele Fehler gemacht und mich nicht gut bewegt", sagte Kerber und lobte ihre Gegnerin: "Sie hat das Spiel an sich gerissen." Einen Tag nach dem kräftezehrenden Sieg über die Französin Pauline Parmentier verlor Kerber gleich ihr erstes Aufschlagspiel und lief ab da hinterher. Bei den Miami Open in Florida will Kerber nun ihre Formsuche fortsetzen. "Ich fliege guter Dinge hin, es ist ja nichts passiert", sagte die Linkshänderin, die seit ihrem Triumph bei den US Open auf einen Turniersieg wartet, fast ein wenig trotzig: "Es wird in einer Saison immer Aufs und Abs geben."

Aufmunternde Worte konnte in Indian Wells sicher auch Alexander Zverev gebrauchen. "Das war das schlechteste Match, das ich dieses Jahr gespielt habe", motzte der 19-Jährige nach dem frustrierenden 3:6, 4:6 in der dritten Runde gegen den Australier Nick Kyrgios: "Mein Aufschlag war furchtbar, es gab nichts, was ich gut gemacht habe." Wie Kerber hatte auch er Mühe, eine Erklärung für seinen enttäuschenden Auftritt zu finden. Damit sind alle deutschen Teilnehmer ausgeschieden. Zverev verpasste zudem ein reizvolles Duell mit dem Ex-Weltranglisten-Erste Novak Djokovic. Der Serbe bezwang den Argentinier Juan Martin del Potro mit 7:5, 4:6, 6:1.