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Kerber gibt Entwarnung für Paris

Kerber gibt Entwarnung für Paris

Eine Aufgabe wegen Verletzung - das hatte bislang noch gefehlt im so aufwühlenden Jahr der Angelique Kerber. Beim Turnier in Madrid musste Deutschlands Tennis-Star das Achtelfinale gegen Eugenie Bouchard aus Kanada am Mittwochabend beim Stand von 3:6, 0:5 aus ihrer Sicht abbrechen, weil der linke hintere Oberschenkel ein Weiterspielen unmöglich machte.

"Ich hoffe, dass es nur etwas Muskuläres ist und nichts gerissen ist", sagte die Kielerin direkt nach dem Spiel. Am Tag danach gab ihr Management zumindest etwas Entwarnung. "Die Untersuchung hat gezeigt, dass die Schmerzen muskulär bedingt sind", erklärte Aljoscha Thron. Mit Blick auf die French Open werde Kerber "kein Risiko eingehen". Insofern sei auch noch ungewiss, ob Kerber in der kommenden Woche in Rom startet. Die French Open beginnen am 28. Mai.

Es passt in dieses Jahr, dass Kerber trotz des nächsten Rückschlages in der am Montag erscheinenden Weltrangliste wieder die Nummer eins sein wird. Sie löst die wegen ihrer Schwangerschaft pausierende Serena Williams ab. Ein Trost ist das für Kerber aber nicht. "Daran denke ich im Moment überhaupt nicht", sagte sie. "Natürlich ist es schön, aber für mich geht es darum, Matches zu gewinnen und große Turniere." Ungeachtet ihrer Verletzung ist Kerber davon meilenweit entfernt. Gegen Bouchard fand sie nie ins Spiel. "Ich habe nie meinen Rhythmus gefunden", bekannte Kerber, "habe den Ball und mein Spiel irgendwie nicht gefühlt."