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Fußball-Bundesliga
Keine Reise in die eigene Zukunft

Der Hoffenheimer Trainer Julian Nagelsmann soll beim FC Bayern kein Thema mehr sein.
Der Hoffenheimer Trainer Julian Nagelsmann soll beim FC Bayern kein Thema mehr sein. FOTO: dpa / Uwe Anspach
Sinsheim. Hoffenheim tritt in München an. Dort ist Julian Nagelsmann wohl kein Thema mehr.

Als Spione hat Julian Nagelsmann seine ehemaligen Schützlinge zwar nicht angeheuert, dennoch hofft der Trainer von 1899 Hoffenheim auf die Unterstützung eines alten Weggefährten. „Vielleicht kann er ein Tor für uns schießen“, sagte Nagelsmann mit einem Grinsen über Sandro Wagner. Den Stürmer wird der 30-Jährige morgen (15.30 Uhr) im Bundesligaspiel bei Bayern München wiedersehen – genau wie Niklas Süle und Sebastian Rudy, die er alle zu Fußball-Nationalspielern geformt hat.


„Wir schreiben uns immer wieder mal. Ich frage sie, wie es ihnen geht und was sie so im Training machen“, beschrieb Nagelsmann gestern seinen Kontakt zu den früheren TSG-Profis, die mittlerweile in Diensten des Rekordmeisters stehen: „Dabei geht es mir aber nicht ums Spitzeln. Es interessiert mich einfach, weil ich mich weiterentwickeln will. Direkt vor dem Spiel frage ich natürlich nicht nach.“

Nachfragen gibt es aber natürlich an Nagelsmann. Schließlich wurde der Trainer nicht nur mit Borussia Dortmund, sondern auch mit den Bayern in Verbindung gebracht – nach übereinstimmenden Medienberichten ist er beim Rekordmeister als Nachfolger von Jupp Heynckes aber kein Thema mehr. „Ich werde mich zu keinem anderen Verein mehr äußern. Ich kann nur erneut betonen, wie gern ich auf das TSG-Gelände fahre und wie eng ich mit dem Club verbunden bin“, sagte Nagelsmann.



Die TSG, die in der vergangenen Saison am Ende auf dem vierten Platz landete, hat in den zurückliegenden 13 Partien lediglich 13 Punkte geholt. „Es fehlen nur kleine Prozentpunkte, die machen ein paar Punkte aus. Es ist aber nicht alles grottenschlecht“, sagte Nagelsmann. Von Schwarzmalerei hält er nichts, auch die Hoffenheimer Chefetage nicht. Und beim Blick in eine Zukunft ohne Nagelsmann ohnehin nicht. „Es gibt hier keine Trainer-Task-Force, und wir treffen uns nicht mit Kandidaten, weil wir uns über dieses Thema keine konkreten Gedanken machen müssen“, sagte Sportchef Alexander Rosen.

Nagelsmanns Vertrag bei den Kraichgauern läuft eigentlich bis 2021. Der Trainer kann die TSG aufgrund einer Ausstiegsklausel allerdings schon im Sommer 2019 verlassen. Mehrheitseigner Dietmar Hopp hat zuletzt betont, Nagelsmann vorher nicht ziehen zu lassen. Hopp selbst hat Teammanager David Wagner vom englischen Premier-League-Aufsteiger Huddersfield Town als möglichen Nachfolger Nagelsmanns genannt.