Keine Punkte für Saarlouis, aber zwei weitere Verletzte

Keine Punkte für Saarlouis, aber zwei weitere Verletzte

Handball-Zweitligist HG Saarlouis ist beim Tabellenvorletzten Wilhelmshavener SV böse unter die Räder gekommen. Zu allem Überfluss verletzten sich auch noch Spielmacher Ibai Meoki und Kreisläufer Peter Walz.

Bitter enttäuscht kehrten die Handballer der HG Saarlouis am Sonntag aus Wilhelmshaven zurück. Beim Tabellen-Vorletzten der 2. Bundesliga, der bis dahin nur drei von 14 Spielen gewinnen konnte, unterlagen die Saarländer am Samstagabend mit 24:31 (11:16). Vor 970 Zuschauern war HG-Kapitän Jonas Faulenbach mit neun Treffern bester Schütze der Partie.

"Wir haben insgesamt 13 glasklare Bälle frei vor dem Tor verworfen. Wir waren einfach zu nachlässig und haben unsere Linie verloren", sagte HG-Trainer Jörg Bohrmann. Bis zur 21. Minute (9:9) hielt Saarlouis mit, kassierte dann aber binnen fünf Minuten drei Zeitstrafen - und die Gastgeber zogen in Überzahl auf 14:10 (28.) davon. Bis zur Pause baute der WSV seine Führung auf 16:11 aus. Nach der Halbzeit kam die HG noch einmal auf vier Tore heran (20:24, 51.). "Aber dann machen wir wieder Fehler, die uns einfach nicht passieren dürfen", stellte Bohrmann fest. Und so hieß es am Ende 24:31.

"Wir müssen schnellstmöglich an mehr Kontinuität arbeiten. Sonst kriegen wir ein Riesenproblem", sagte Bohrmann. Zumal sich ohnehin schon zwei weitere Probleme anbahnen: Spielmacher Ibai Meoki hat sich wieder im Adduktorenbereich verletzt, Kreisläufer Peter Walz verdrehte sich am Samstag das Knie. "Wir müssen die Untersuchungen am Montag abwarten. Beide konnten weiterspielen, aber Peter hatte Probleme mit Instabilität im Knie", sagte Bohrmann und fürchtet schwerwiegende Verletzungen.

Die haben Marcel Engels und Philipp Kessler schon lange. Eine Rückkehr vor Engels könnte in zwei Wochen erfolgen, bei Kessler sieht es nicht gut aus, wie Bohrmann erklärt: "Ich gehe davon aus, dass er in diesem Jahr nicht wiederkommt. Wir müssen dann eine Entscheidung treffen, was in der Rückrunde passiert." Der junge, dünn besetzte Kader braucht Verstärkung. "Es braucht einen, der mal klar sagt, wo es langgeht. Das fehlt der Mannschaft schon seit zwei, drei Jahren", wiederholt Bohrmann seinen Wunsch nach einem Leitwolf: "Handball wird auch im Kopf entschieden. Gerade in schwierigen Phasen muss man in der Kleingruppe kommunizieren und Lösungen finden. Der Trainer kann nicht immer alles vorkauen. Es fehlen uns ein, zwei Spieler, die das übernehmen."